33 nützliche Rechtschreibhacks … Kurztipps für den Deutschunterricht

33 nützliche Rechtschreibhacks ... Superpraktische Kurztipps für den Deutschunterricht

Sie sind gut zu merken, mächtig in der Wirkung. Und sie machen jeden Text besser, sofern man sich an sie erinnert. Und sich dran hält. Mit diesen Rechtschreibhacks vermeidest du gängige Fehler, die jeder macht.

Manches ist einfacher, als es aussieht. Man muss es nur erst einmal kapiert haben. Dann schreibt sich ein Text zwar immer noch nicht von allein, aber man gewinnt an Sicherheit. Ein gutes Gefühl. Für bessere Noten. Und bessere Texte. Siehe auch: 10 kluge Komma Hacks

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  1. Groß oder klein? Im Deutschen werden Substantive immer großgeschrieben. Ein schneller Hack, um zu prüfen, ob ein Wort ein Substantiv ist: Versuche, einen Artikel (der, die, das) davorzusetzen. Funktioniert es? Dann großschreiben.
  2. ss oder ß? Nach kurzem Vokal folgt immer „ß“, nach langem Vokal oder Diphthong (Zweiklang) folgt „ss“. Ein Beispiel: „Straße“ (kurzer Vokal, also „ß“) versus „müssen“ (langer Vokal, also „ss“).
  3. Kommas leicht gemacht. Um zu entscheiden, ob ein Komma nötig ist, versuche, das „und“ zwischen die zu trennenden Teile zu setzen. Fügt es sich nahtlos ein, gehört dort auch ein Komma. Funktioniert besonders gut bei Aufzählungen und Nebensätzen.
  4. Das oder dass? Ein einfacher Trick: Kann das Wort durch „dieses“, „jenes“, „welches“ oder „es“ ersetzt werden, schreibt man „das“. Steht eine Nebensatzkonjunktion vor einem vollständigen Satz, verwendet man „dass“.
  5. Zusammen oder getrennt? Verb-Präfix-Regel: Ist das Präfix betont, schreibt man getrennt, ist das Präfix unbetont, schreibt man zusammen. Beispiel: „kennenlernen“ (unbetont, also zusammen) versus „kennen lernen“ (betont, also getrennt in bestimmten Kontexten).
  6. Zusammengesetzte Substantive. Im Deutschen werden zusammengesetzte Substantive immer zusammengeschrieben. Das erleichtert die Unterscheidung zwischen mehreren, einfach aneinandergereihten Wörtern und einem neuen Begriff.
  7. Der Apostroph. Wird meist nur verwendet, um den Ausfall von Buchstaben zu kennzeichnen (z.B. „D’dorf“ für „Düsseldorf“) oder bei der Kennzeichnung von Genitiven bei Namen, die auf „s“, „z“, „x“, „ß“ enden, wenn sie nicht mit Artikel verwendet werden (z.B. „Andreas’ Buch“).
  8. E oder ä? Verwende „ä“ anstelle von „e“, wenn es im Wortstamm in der gebeugten Form ein „a“ gibt. Beispiel: „fahren“ wird zu „fährt“, nicht „fehrt“.
  9. Fremdwörter. Bei Fremdwörtern behält man oft die Originalschreibweise bei. Das führt zu Ausnahmen von deutschen Rechtschreibregeln, z.B. „Café“ statt „Kaffee“.
  10. Getrennt- und Zusammenschreibung von Adjektiven und Partizipien. Wenn Adjektive und Partizipien eine feste Verbindung eingehen und eine übertragene Bedeutung haben, werden sie zusammengeschrieben, z.B. „hochinteressant“. Sonst getrennt: „hoch interessant“.
  11. Interpunktion bei direkter Rede. Setze ein Komma zwischen den einleitenden Satz und die direkte Rede. Beispiel: Er sagte, „Ich komme später“.
  12. Mehrzahlbildung. Es gibt keine Einheitsregel für die Mehrzahlbildung, aber ein guter Anhaltspunkt ist das Anhängen von „-e“ für männliche und sächliche Substantive und „-en“ oder „-n“ für weibliche Substantive, wenn das Wort nicht auf „-e“ endet.
  13. Partizip Perfekt. Viele Verben bilden das Partizip Perfekt mit „ge-“ am Anfang, es sei denn, sie haben ein untrennbares Präfix wie „ver-“, „be-“, „er-“, „ge-“, „ent-“, „emp-“, „zer-“.
  14. Trennregeln am Zeilenende. Trenne Wörter am Zeilenende nach Sprechsilben, um die Lesbarkeit zu erleichtern. Dies unterstützt den natürlichen Lesefluss.
  15. Umlaute in Großschreibung. Umlaute (ä, ö, ü) werden in der Großschreibung zu AE, OE, UE, wenn keine Umlautbuchstaben verfügbar sind, z.B. auf Ausweisdokumenten.
  16. Einzahl oder Mehrzahl nach „sowie“? Nach Konjunktionen wie „sowie“ richtet sich das Verb nach dem Subjekt, das näher am Verb steht, wenn die Subjekte unterschiedliche Zahlen haben.
  17. Konjunktiv II mit „würde“. Um den Konjunktiv II zu bilden, besonders wenn die Form mit „-e“ umständlich oder altmodisch klingt, verwendet man „würde“ + Infinitiv. Dies macht Aussagen höflicher oder drückt Unwirklichkeit aus.
  18. Der Gebrauch von „Jahrhundert“. Wird klein geschrieben, wenn es sich um die Zeitbezeichnung handelt („das 21. jahrhundert“), aber groß, wenn es sich um die Epoche handelt („das Barocke Jahrhundert“).
  19. Konjunktionen verbinden gleichwertige Satzteile. Beim Verbinden von Sätzen mit Konjunktionen wie „und“, „oder“, „aber“ wird kein Komma gesetzt, es sei denn, es handelt sich um eine Aufzählung oder einen Einschub.
  20. Relativsätze werden durch Kommas abgetrennt. Relativsätze erweitern ein Nomen und werden immer durch Kommas vom Hauptsatz abgetrennt. Dies verdeutlicht die Struktur des Satzes und erleichtert das Verständnis.
  21. Infinitiv mit zu. Die Kombination „zu“ mit einem Infinitiv wird in den meisten Fällen zusammengeschrieben, außer wenn ein erweiterter Infinitiv durch Wörter wie „nicht“, Adjektive oder Partizipien getrennt wird.
  22. Vokallängen bestimmen. Bei Unsicherheit über die Schreibweise eines Wortes kann das Dehnen oder Verkürzen des Vokals helfen, die richtige Schreibweise zu ermitteln. Beispiel: „Stadt“ (kurz) versus „Staat“ (lang).
  23. Der Gebrauch von „selbst“. „Selbst“ als Reflexivpronomen wird klein und zusammen mit dem zugehörigen Personalpronomen geschrieben („ich selbst“, „du selbst“), während es als Betonung großgeschrieben werden kann, um Emphase zu signalisieren.
  24. Adjektivdeklination. Ein Adjektiv wird je nach Geschlecht (Genus), Zahl (Numerus), und Fall (Kasus) des Nomens, auf das es sich bezieht, gebeugt. Eine gute Faustregel: Der Artikel gibt den Kasus vor, das Adjektiv folgt mit der passenden Endung.
  25. Zahlen ausschreiben. Zahlen bis zwölf werden in der Regel ausgeschrieben, während größere Zahlen als Ziffern dargestellt werden, es sei denn, sie stehen am Satzanfang.
  26. Die Schreibung von „man“. „Man“ wird immer klein geschrieben, außer am Satzanfang, und bezieht sich auf eine unbestimmte Person in generellen Aussagen.
  27. „Seit“ versus „seid“. „Seit“ ist eine Präposition oder Konjunktion, die eine Zeitdauer angibt, während „seid“ die 2. Person Plural des Verbs „sein“ ist. Ein Tipp: Wenn du es durch „ihr seid“ ersetzen kannst, ist „seid“ korrekt.
  28. „Einmalig“ versus „ein Mal“. „Einmalig“ bezieht sich auf die Einzigartigkeit, „ein Mal“ auf die Häufigkeit. Die Bedeutung ergibt sich aus dem Kontext.
  29. Gebrauch des Bindestrichs. Der Bindestrich wird zur Verbesserung der Lesbarkeit in zusammengesetzten Wörtern, bei Zahlen und zur Trennung von Silben am Zeilenende verwendet.
  30. Verwendung von „als“ und „wie“. „Als“ wird in Vergleichen verwendet, wenn es um Unterschiede geht („besser als“), „wie“ bei Gleichheiten („so groß wie“).
  31. Großschreibung bei Anredepronomen. „Du“ und „Ihr“ sowie die dazugehörigen Possessivpronomen („dein“, „euer“) können in Briefen und E-Mails großgeschrieben werden, um Höflichkeit auszudrücken, sind aber in anderen Texten klein.
  32. „Jederzeit“ und „zu jeder Zeit“. „Jederzeit“ impliziert eine ununterbrochene Möglichkeit, „zu jeder Zeit“ betont die Möglichkeit zu verschiedenen Zeiten.

Ja, ein trockener Stoff, der es aber lohnt, sich mit ihm auseinanderzusetzen. Denn kompakter geht es nicht. Du kannst diese Hacks und Abkürzungen jederzeit mit deinem persönlichen Tutor pauken. Wen ich da meine? ChatGPT, die hilfreiche KI, die dir zur Seite steht. Sie hat immer Zeit und kostet nichts. Lass dir so einen Vorteil nicht entgehen.

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Der Autor

Sven Lennartz AvatarSven Edmund Lennartz ist Fachautor, Schriftsteller und Gründer verschiedener Online-Unternehmen, wie Dr. Web (Webdesign), Conterest (Bloggen), Sternenvogelreisen (Sprache) und Smashing Magazine (Webdesign & Entwicklung). Homepage