
Viele unterschätzen, was ChatGPT heute leisten kann – und was nicht. Wer nur »bitte Text schreiben« eintippt, verschenkt Potenzial. Präzise Anweisungen, iterative Verfeinerung, kreative Zusammenarbeit, strukturiertes Prompting: Das macht den Unterschied zwischen mittelmäßigen und exzellenten Ergebnissen.
Hier sind die wichtigsten Punkte, die gute ChatGPT-Nutzer von Gelegenheitsanwendern unterscheiden.
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Die Grundlagen
- Klares Ziel formulieren – Weißt du vor dem Start, was du wirklich willst: Ideen, Struktur, Text, Analyse, Recherchehilfe, Optimierung? Je klarer das Ziel, desto besser das Ergebnis.
- Gute Prompts schreiben – Verwende präzise, kontextreiche Anweisungen. »Schreibe eine Gliederung für einen Fachartikel über XY, Zielgruppe: Anfänger, Ton: locker« funktioniert. »Mach mal was zu XY« nicht.
- Iterationen einplanen – Die Magie liegt selten in der ersten Antwort. Geh mehrere Schleifen, justiere nach, verfeinere. ChatGPT wird mit jedem Durchgang besser.
- Beispiele liefern – Beispieltexte, Stile, Muster vorgeben. Je mehr Kontext, desto passender die Ergebnisse.
- Stil klar beschreiben – Ton, Zielgruppe, Textlänge, Haltung. Je präziser du bist, desto weniger musst du nacharbeiten.
Die Funktionen nutzen
- Dateien hochladen – PDFs, Bilder, Excel-Tabellen, Dokumente direkt in den Chat laden. ChatGPT kann sie analysieren, zusammenfassen oder als Grundlage für neue Inhalte verwenden.
- Web-Suche aktivieren – Für aktuelle Themen, Fakten oder Recherchen kann ChatGPT im Web suchen. Wer das nicht nutzt, arbeitet mit veraltetem Wissen.
- Kontext aktiv nutzen – Der Chatverlauf ist ein gemeinsamer Arbeitsraum. Du kannst auf frühere Antworten Bezug nehmen und darauf aufbauen.
- Canvas verwenden – Der kollaborative Schreibmodus erlaubt es, Texte direkt zu bearbeiten, Passagen markieren und gezielt überarbeiten zu lassen. Ideal für längere Dokumente.
- Projekte anlegen – ChatGPT kann Chats und Dateien thematisch bündeln. Praktisch für wiederkehrende Aufgaben und komplexe Vorhaben.
Die Grenzen kennen
- Schwächen erkennen – ChatGPT erzeugt Halluzinationen, Vereinfachungen, Stilfälschungen. Wer das weiß, steuert aktiv nach.
- Output prüfen – Nie blind auf das Ergebnis verlassen. Faktencheck, Stilkontrolle, Plausibilität. Die Verantwortung bleibt bei dir.
Für Fortgeschrittene
Wer tiefer einsteigen will:
- Custom Instructions einrichten – Unter »Einstellungen« kannst du ChatGPT dauerhaft mitteilen, wer du bist und wie es antworten soll.
- Memory nutzen – ChatGPT kann sich Dinge merken, wenn du es aktivierst. Praktisch für wiederkehrende Projekte.
- Eigene GPTs bauen – Mit dem GPT Builder erstellst du spezialisierte Assistenten für bestimmte Aufgaben.
- Reasoning-Modelle testen – Für komplexe Aufgaben gibt es Modelle wie o1 oder o3, die erst »nachdenken« und dann antworten. Langsamer, aber gründlicher.
- Funktionierende Prompts sammeln – Ein persönliches Prompt-Archiv anlegen und über die Zeit verfeinern.
Kurz und gut
Wer diese Punkte beherzigt, holt deutlich mehr aus ChatGPT heraus. Ein kluger Prompt spart Stunden. Und manchmal Tage.