Cursor hat am 18. Mai sein hauseigenes Coding-Modell Composer 2.5 veröffentlicht. Es läuft sofort in der Cursor-Oberfläche und basiert weiterhin auf Moonshots Open-Source-Checkpoint Kimi K2.5. Cursor hat also nicht das Fundament getauscht, sondern 85 Prozent des Compute-Budgets in zusätzliches Post-Training und Reinforcement Learning gesteckt.
Die Zahlen sind die eigentliche Nachricht. Composer 2.5 schafft 79,8 Prozent auf SWE-Bench Multilingual und 63,2 Prozent auf CursorBench v3.1, also dasselbe Niveau wie Claude Opus 4.7 und GPT-5.5. Der Preis liegt aber bei 0,50 Dollar pro Million Input-Tokens und 2,50 Dollar pro Million Output-Tokens. Die schnelle Variante mit identischer Qualität kostet 3 und 15 Dollar. Trainiert wurde mit 25 mal so vielen synthetischen Tasks wie Composer 2, ergänzt um eine neue Technik mit gezieltem Text-Feedback, die Fehlverhalten exakt an der Stelle korrigiert, an der es im Trainingslauf passiert ist.
Für KI-Nutzer ist das ein Signal über den Coding-Markt hinaus. Wer eine Open-Source-Basis konsequent nachtrainiert, kann Frontier-Niveau zu einem Zehntel der Kosten ausliefern. Damit gerät die Preislogik der Modellanbieter weiter unter Druck, und die Frage »eigene Modellfamilie oder offene Basis plus Tuning« wird für viele Anbieter realistisch beantwortbar.
Cursor selbst trainiert parallel mit SpaceXAI ein deutlich größeres Modell von Grund auf, mit zehnfacher Rechenleistung auf dem Colossus-2-Cluster. Composer 2.5 wirkt damit wie der letzte große Schritt auf der Kimi-Basis, bevor die Allianz mit Musks xAI das nächste Kapitel öffnet.
Quellen
- Cursor: Introducing Composer 2.5
- The Decoder: Cursor’s Composer 2.5 matches Opus 4.7 and GPT-5.5 benchmarks at a fraction of the cost
- Winbuzzer: Cursor Says Composer 2.5 Handles Longer Coding Jobs
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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.