Sam Altman will Roboter besteuern

KI-News: Roboter, Steuer, OpenAI

OpenAI hat ein 13-seitiges Grundsatzpapier mit dem Titel »Industrial Policy for the Intelligence Age« veröffentlicht. Darin schlägt das Unternehmen eine Steuer auf automatisierte Arbeit vor, einen öffentlichen Vermögensfonds für alle US-Bürger und eine staatlich geförderte Vier-Tage-Woche ohne Lohneinbußen. Sam Altman begründet die Vorschläge mit einer Verschiebung der Machtverhältnisse: »Viel zu viel Hebel wird beim Kapital liegen und nicht bei der Arbeit im traditionellen Sinn.«

Der Kern des Papiers ist eine Steuerreform. OpenAI empfiehlt, die Steuerlast von Arbeitseinkommen auf Kapitalerträge und Unternehmensgewinne zu verlagern. Wenn KI menschliche Arbeit ersetzt, schrumpft die Basis für Lohnsteuer, Sozialversicherung und staatliche Sozialprogramme. Die vorgeschlagene Lösung: Unternehmen, die automatisierte statt menschlicher Arbeit einsetzen, sollen dafür zahlen. Zusätzlich soll ein nationaler Vermögensfonds entstehen, der in KI-Unternehmen und Firmen investiert, die KI einsetzen. Die Rendite soll direkt an die Bürger fließen. OpenAI schlägt außerdem vor, Sozialleistungen wie Rente und Krankenversicherung als »portable Konten« zu gestalten, die Arbeitnehmer von Job zu Job mitnehmen können.

Die Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die wirtschaftlichen Folgen von KI sichtbar werden. Laut dem Papier brauchen die USA allein für den Bau neuer Rechenzentren und Energieinfrastruktur in den nächsten fünf Jahren rund 20 Prozent ihrer aktuellen Fachkräfte im Handwerk. Gleichzeitig verdrängt Automatisierung Jobs in anderen Bereichen. Dass ausgerechnet das Unternehmen, das mit am stärksten vom KI-Boom profitiert, nach einer Steuer für Roboter ruft, ist bemerkenswert. OpenAI vergibt im Rahmen des Papiers auch Forschungsstipendien von bis zu 100.000 Dollar und API-Guthaben von bis zu einer Million Dollar, um die Debatte voranzutreiben.

OpenAI betont, dass das Papier ein Diskussionsanstoß sei, kein fertiger Plan. Die historischen Vorbilder, die das Unternehmen nennt, sind der New Deal und die Progressive Era. Ob sich republikanische Abgeordnete für höhere Kapitalertragssteuern begeistern lassen, steht auf einem anderen Blatt. Altman selbst räumt ein, dass die Ideen »ehrgeizig« seien. Immerhin.

Quellen

Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung.

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