
Seneca besaß 300 Millionen Sesterzen. Landhäuser in Italien, Weingüter in Spanien, Geldverleihgeschäfte in Britannien. Gleichzeitig schrieb er Bücher darüber, wie wenig ein Mensch zum Glück braucht. Dass Reichtum nicht frei macht. Dass die Zeit das Einzige ist, was wirklich zählt.
Seine Zeitgenossen fanden das bereits verdächtig. Und trotzdem werden seine Texte heute häufiger gelesen als je zuvor. Womöglich gerade weil der Widerspruch so offensichtlich ist. Ein Mensch, der weiß, was richtig wäre, und es trotzdem nicht tut. Das kennt jeder.






