Vanki ist eine kostenlose Lernkarten-App, die direkt im Browser läuft. Keine Installation, keine Registrierung, keine Cloud. Deine Daten bleiben lokal auf deinem Gerät. Du kannst fertige Kartensets laden oder eigene Karten (auch Flashcards genannt) als CSV-Datei importieren. Vanki jetzt starten
Wie funktioniert Vanki?
Du lädst Lernkarten, lernst sie durch, und Vanki merkt sich, was du kannst und was nicht. Karten, die du wusstest, kommen erst in ein paar Tagen wieder. Karten, die du nicht wusstest, kommen bald. Das Prinzip nennt sich Spaced Repetition und ist eine der wirksamsten Lernmethoden überhaupt.
Die Idee dahinter: Dein Gehirn vergisst in vorhersagbaren Kurven. Wenn du etwas kurz vor dem Vergessen wiederholst, verankerst du es tiefer als durch stures Pauken. Der Psychologe Hermann Ebbinghaus hat das bereits im 19. Jahrhundert nachgewiesen. Vanki nutzt den SM-2-Algorithmus, denselben, den auch Anki verwendet.
Eigene Karten erstellen
Vanki importiert CSV-Dateien. Das ist ein einfaches Textformat, das jede Tabellenkalkulation exportieren kann. Eine Karte pro Zeile, Vorderseite und Rückseite getrennt durch Semikolon oder Komma:
ambivalent;zwiespältig, in sich widersprüchlich
eloquent;redegewandt, wortgewandt
stringent;zwingend, schlüssig, streng logisch
Du kannst die Datei in jedem Texteditor erstellen oder in Excel, Google Sheets oder Numbers als CSV exportieren. Wichtig ist nur die Kodierung UTF-8, damit Umlaute korrekt angezeigt werden.
Noch schneller geht es mit der KI. Kopiere deine Notizen in ChatGPT oder Claude und verwende diesen Prompt:
Erstelle aus diesen Notizen Lernkarten im CSV-Format. Eine Karte pro Zeile, Vorderseite und Rückseite getrennt durch Semikolon. Kurze, prägnante Formulierungen. Nur eine Idee pro Karte.
[Notizen hier einfügen]
Wer regelmäßig Notizen mit KI aufbereitet, kann Lernkarten fast nebenbei produzieren.
Warum maximal 20 neue Karten pro Tag?
Vanki zeigt dir pro Deck höchstens 20 neue Karten am Tag. Fällige Karten, also solche, die du schon einmal gelernt hast und die zur Wiederholung anstehen, kommen trotzdem alle dran. Das Tageslimit gilt nur für Karten, die du noch nie gesehen hast.
Der Grund ist lernpsychologisch: Mehr als 20 neue Begriffe an einem Tag überfordern das Arbeitsgedächtnis. Was du heute zum ersten Mal siehst, muss morgen wiederholt werden, und übermorgen nochmal. Wenn du an einem Tag 200 neue Karten lernst, hast du am nächsten Tag 200 Wiederholungen plus neue. Das hält niemand durch. Besser: 20 am Tag, dafür konsequent. Nach zehn Tagen hast du 200 Karten im System, ohne dass es sich nach Arbeit anfühlt.
7 Tipps für bessere Lernkarten
Eine Idee pro Karte. Nicht drei Fakten auf eine Karte packen. Lieber drei Karten mit je einem Fakt. Du willst beim Umdrehen sofort wissen, ob du richtig lagst.
Eigene Worte verwenden. Kopiere nicht aus dem Lehrbuch. Formuliere die Rückseite so, wie du es einem Freund erklären würdest. Das zwingt dich, den Stoff zu verarbeiten.
Kurz halten. Die Vorderseite ist eine Frage oder ein Begriff. Die Rückseite ist die Antwort in ein bis zwei Sätzen. Keine Romane.
Beide Richtungen testen. Wenn du Vokabeln lernst, erstelle zwei Kartensets: eines Deutsch → Fremdsprache, eines Fremdsprache → Deutsch. Erkennen und aktiv Abrufen sind zwei verschiedene Fähigkeiten.
Eselbrücken auf die Rückseite. Wenn ein Begriff schwer zu merken ist, schreib eine Merkhilfe dazu. »Stringent = streng logisch. Denk an Strang, der stramm gezogen wird.«
Regelmäßig statt viel. Zehn Minuten jeden Tag bringen mehr als zwei Stunden am Wochenende. Spaced Repetition lebt von der Regelmäßigkeit.
Ehrlich bewerten. Wenn du beim Umdrehen zögerst und dann denkst »ach ja, wusste ich doch«, dann wusstest du es nicht. Klick auf »Wiederholen«. Sich selbst zu belügen bringt nur scheinbaren Fortschritt.
Fertige Kartensets
Klicke auf einen Link, und die Karten werden direkt in Vanki geladen:
- Goethes Faust (59 Karten)
- Atalante – Griechische Mythologie (68 Karten)
- Die Schlacht von Cannae (58 Karten)
- Pluto – Der Zwergplanet (44 Karten)
- Vibe Coding (49 Karten)
Eigene Kartensets lassen sich jederzeit per CSV-Import hinzufügen. Wer tiefer in die Adjektive der Bildungssprache einsteigen will, findet dort über 111 Begriffe mit Erklärungen.
Was bedeuten die Buttons?
Gewusst! (grün): Du wusstest die Antwort. Die Karte kommt erst in ein paar Tagen wieder, mit wachsendem Abstand. Je öfter du sie richtig beantwortest, desto seltener taucht sie auf.
Wiederholen (rot): Du wusstest die Antwort nicht oder warst unsicher. Die Karte wird zurückgesetzt und kommt morgen wieder. Der Abstand startet von vorn.
Tastaturkürzel für schnelleres Lernen: Leertaste dreht die Karte um. Pfeil rechts oder Taste 2 für »Gewusst!«. Pfeil links oder Taste 1 für »Wiederholen«.
Wo bleiben meine Daten?
Alle Karten und dein Lernfortschritt werden im LocalStorage deines Browsers gespeichert. Das heißt: nichts wird an einen Server geschickt, nichts landet in einer Cloud. Deine Daten gehören dir.
Die Kehrseite: Wenn du den Browser-Cache löschst oder den Browser wechselst, sind die Daten weg. Für wichtige Decks empfiehlt es sich, die CSV-Datei aufzubewahren und bei Bedarf neu zu importieren.
Vanki ist ein Projekt von bildungssprache.net. Die App ist Open Source auf GitHub, gebaut mit Vanilla JavaScript, ohne Framework und ohne Abhängigkeiten. Wer sich für den Entstehungsprozess interessiert, findet die ganze Geschichte im Vibe Coding Artikel.
