57 englische Begriffe, die häufig im akademischen Bereich verwendet werden

57 englische Begriffe im akademischen Bereich

Wer an einer Universität studiert oder forscht, begegnet ihnen ständig: englische Begriffe, die längst zur Arbeitssprache der Wissenschaft gehören. Peer Review, Abstract, Tenure Track – manche davon sind so allgegenwärtig, dass man vergisst, sie überhaupt noch zu übersetzen. Andere klingen vertraut, meinen aber im akademischen Kontext etwas Bestimmtes.

Hier sind 57 davon, mit kurzer Erklärung. Alphabetisch sortiert, thematisch gegliedert.

Studium und Lehre

Diese Begriffe begegnen dir spätestens im ersten Semester. Einige davon sind längst ins Deutsche eingewandert, andere wirken immer noch wie Fremdsprache.

  1. Advisor: Berater oder Mentor, der Studierende oder Forschende fachlich unterstützt.
  2. Curriculum Vitae (CV): Lebenslauf, der akademische und berufliche Leistungen auflistet.
  3. Deadline: Letzter Termin zur Einreichung von Arbeiten oder Anträgen.
  4. Degree: Akademischer Grad, der nach Abschluss eines Studiums verliehen wird.
  5. Examination: Prüfung oder Test zur Bewertung des Wissens oder der Fähigkeiten.
  6. Feedback: Rückmeldung, oft zur Verbesserung von Entwürfen oder Leistungen.
  7. Graduate: Absolvent, jemand, der einen akademischen Grad erworben hat.
  8. Lecture: Lehrvortrag oder Unterrichtseinheit an einer Hochschule.
  9. Module: Lehr- oder Lerneinheit innerhalb eines Studiengangs.
  10. Postgraduate: Weiterführendes Studium nach dem ersten akademischen Grad.
  11. Seminar: Lehrveranstaltung mit Diskussionen und aktiver Beteiligung der Teilnehmenden.
  12. Supervisor: Betreuer, oft in Bezug auf Dissertationen oder Forschungsprojekte.
  13. Syllabus: Lehrplan oder Übersicht über die Inhalte eines Kurses.
  14. Tutor: Lehrkraft für Einzel- oder Kleingruppenunterricht.
  15. Undergraduate: Studium vor dem ersten akademischen Grad.
  16. Workshop: Arbeitsgruppe oder Seminar mit praktischen Übungen.

Forschung und Methodik

Hier wird es spezifischer. Wer eine Arbeit schreibt oder an einem Forschungsprojekt beteiligt ist, kommt um diese Begriffe nicht herum.

  1. Analysis: Detaillierte Untersuchung und Interpretation von Daten oder Texten.
  2. Data Analysis: Datenanalyse – der Prozess der Untersuchung, Bereinigung und Modellierung von Daten mit dem Ziel, nützliche Informationen zu gewinnen.
  3. Empirical: Empirisch, basierend auf Beobachtungen oder Erfahrungen statt auf Theorien.
  4. Ethics: Ethik, bezieht sich auf moralische Prinzipien in der Forschung.
  5. Evaluation: Bewertung oder Beurteilung von wissenschaftlichen Arbeiten oder Projekten.
  6. Fieldwork: Forschungsarbeit, die außerhalb eines Labors oder Büros durchgeführt wird.
  7. Findings: Ergebnisse einer wissenschaftlichen Untersuchung.
  8. Framework: Theoretischer Rahmen oder Struktur für eine Studie.
  9. Hypothesis: Annahme oder These, die durch Forschung überprüft wird.
  10. Interdisciplinary: Interdisziplinär, ein Ansatz, der Methoden und Erkenntnisse aus verschiedenen Fachgebieten kombiniert.
  11. Literature Review: Überblick über vorhandene Forschung zu einem bestimmten Thema.
  12. Methodology: Methodik, beschreibt die angewandten Forschungsmethoden.
  13. Qualitative: Forschung, die sich auf die Beschreibung und Analyse von nicht-numerischen Daten konzentriert.
  14. Quantitative: Forschung, die sich auf die Sammlung und Analyse von numerischen Daten konzentriert.
  15. Research: Forschung, systematische Untersuchung zur Gewinnung neuer Erkenntnisse.
  16. Survey: Umfrage oder Studie zur Datenerhebung.

Wissenschaftliches Schreiben und Publizieren

Vom ersten Entwurf bis zur Veröffentlichung in einem Fachjournal – diese Begriffe begleiten jede wissenschaftliche Arbeit. Wer das alte Akademikerdeutsch kennt, wird feststellen, dass die englischen Begriffe es zunehmend verdrängen.

  1. Abstract: Kurze Zusammenfassung einer wissenschaftlichen Arbeit.
  2. Acknowledgment: Danksagung, in der Unterstützung und Beiträge Dritter anerkannt werden.
  3. Appendix: Anhang, der zusätzliche Informationen und Materialien enthält.
  4. Article: Wissenschaftlicher Aufsatz, der in Fachzeitschriften veröffentlicht wird.
  5. Bibliography: Literaturverzeichnis, das alle zitierten Quellen auflistet.
  6. Citation: Zitat oder Verweis auf eine Quelle in einem wissenschaftlichen Text.
  7. Dissertation: Umfangreiche wissenschaftliche Arbeit, die für einen Doktorgrad eingereicht wird.
  8. Draft: Entwurf oder vorläufige Version eines Textes.
  9. Editor: Person, die Texte für die Veröffentlichung vorbereitet und überarbeitet.
  10. Essay: Kurze schriftliche Abhandlung zu einem bestimmten Thema.
  11. Index: Verzeichnis von Begriffen und Themen, die in einem Buch oder Artikel behandelt werden.
  12. Journal: Fachzeitschrift, die wissenschaftliche Artikel veröffentlicht.
  13. Manuscript: Hand- oder maschinenschriftlicher Text eines wissenschaftlichen Artikels oder Buches.
  14. Peer Review: Begutachtungsprozess durch Fachkollegen.
  15. Plagiarism: Plagiat, die unrechtmäßige Verwendung fremder Werke ohne Quellenangabe.
  16. Preprint: Vorabveröffentlichung eines wissenschaftlichen Artikels vor der Peer-Review.
  17. Publication: Veröffentlichung, oft bezogen auf wissenschaftliche Arbeiten.
  18. Thesis: Abschlussarbeit im Masterstudium oder eine Dissertation.

Konferenzen und akademischer Austausch

  1. Conference: Konferenz, bei der Forschungsergebnisse präsentiert und diskutiert werden.
  2. Journal Club: Eine Gruppe von Wissenschaftlern oder Studierenden, die sich regelmäßig trifft, um Fachartikel zu diskutieren.
  3. Keynote: Hauptvortrag, oft von einem prominenten Sprecher auf einer Konferenz gehalten – gibt den Ton für die Veranstaltung vor.

Förderung und Finanzierung

  1. Fellowship: Stipendium oder Forschungsförderung für Wissenschaftler.
  2. Funding: Finanzierung, oft für Forschungsprojekte oder Studien.
  3. Grant: Finanzielle Zuwendung, oft für spezifische Forschungsprojekte oder akademische Vorhaben.
  4. Scholarship: Stipendium zur finanziellen Unterstützung von Studierenden oder Forschenden.

Wer im akademischen Umfeld unterwegs ist, braucht diese Begriffe. Nicht alle, aber die meisten. Sie sind kein Schmuck, sondern Arbeitssprache. Und wer sich darüber hinaus für englische Wörter der digitalen Welt interessiert, wird feststellen, dass die Überschneidungen größer werden.

Sven Lennartz Avatar

Der Autor

Sven Edmund Lennartz ist seit 25 Jahren Fachautor und Gründer mehrerer Online-Unternehmen, wie Dr. Web (Webdesign), Conterest (Bloggen), Sternenvogelreisen (Sprache) und Smashing Magazine (Webdesign & Entwicklung). Autorenhomepage

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