Anthropic schickt Claude-Agenten hinter die Firmen-Firewall

KI-News: Claude, MCP Tunnel, Sandbox

Anthropic hat seine Claude Managed Agents um zwei Funktionen erweitert, die Daten im Unternehmen halten sollen. Neu sind MCP Tunnels und selbst gehostete Sandboxes. Beide regeln, wo ein KI-Agent seine Werkzeuge ausführt und auf welche Dienste er zugreift. Angekündigt wurden sie am 19. Mai 2026.

Mit MCP Tunnels erreichen Agenten interne Server, ohne dass diese im offenen Internet sichtbar werden. Ein schlankes Gateway baut eine einzige ausgehende Verbindung auf, es braucht keine eingehenden Firewall-Regeln und keine öffentlichen Endpunkte, der Verkehr ist Ende zu Ende verschlüsselt. So werden interne Datenbanken, private APIs, Wissensdatenbanken und Ticketsysteme zu Werkzeugen, die ein Agent aufrufen kann. Die Funktion startet als begrenzte Research Preview, der Zugang muss angefragt werden.

Die zweite Neuerung verlagert die Ausführung der Werkzeuge in die eigene Infrastruktur. Sensible Dateien, Pakete und Dienste bleiben beim Kunden, während die Orchestrierung, das Kontextmanagement und die Fehlerbehandlung weiter auf Anthropics Systemen laufen. Als Sandbox lässt sich ein eigener Client einbinden oder einer der Partner Cloudflare, Daytona, Modal und Vercel nutzen. Diese Funktion kommt als öffentliche Beta.

Für Firmen mit strengen Datenschutzvorgaben senkt das eine Hürde. Bisher hieß ein Agent mit Zugriff auf interne Systeme oft, Daten oder Schnittstellen nach außen zu öffnen. Jetzt bleibt die Ausführung innerhalb der eigenen Grenzen, unter eigenen Sicherheits- und Laufzeitkontrollen. Wer KI-Agenten produktiv einsetzen will, bekommt damit mehr Kontrolle darüber, was das System wo berührt.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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