Claude Fable 5 ist da und fällt bei heiklen Fragen auf Opus 4.8 zurück

KI-News: Fable 5, Mythos 5, $10

Anthropic hat am 9. Juni Claude Fable 5 veröffentlicht, das erste allgemein verfügbare Modell der sogenannten Mythos-Klasse, die das Unternehmen oberhalb seiner Opus-Reihe einordnet. Laut Anthropic ist Fable 5 auf nahezu allen getesteten Benchmarks Spitze, und je länger und komplexer die Aufgabe, desto deutlicher der Abstand zu den eigenen Vorgängermodellen. Parallel erscheint Claude Mythos 5, technisch dasselbe Modell, nur ohne einen Teil der Schutzschichten. Es geht zunächst nur an einen kleinen Kreis von Cyberverteidigern über das Programm Project Glasswing, gemeinsam mit der US-Regierung.

Der Preis liegt bei 10 Dollar pro Million Eingabe-Token und 50 Dollar pro Million Ausgabe-Token, nach Anthropic-Angaben weniger als die Hälfte des Vorgängers Mythos Preview. Ein konkretes Beispiel aus dem Test: Der Zahlungsdienstleister Stripe ließ Fable 5 eine Umstellung in einer 50 Millionen Zeilen großen Ruby-Codebasis durchführen, die ein Team von Hand über zwei Monate gekostet hätte. Das Modell erledigte sie an einem Tag. Bei Fragen aus den Bereichen Cybersicherheit, Biologie, Chemie oder Modell-Distillation greift dagegen ein vorgeschalteter Klassifizierer und reicht die Antwort an das schwächere Opus 4.8 weiter. Nach Anthropic-Angaben passiert das in weniger als 5% der Sitzungen.

Für Nutzer mit Pro-, Max-, Team- oder Enterprise-Abo ist Fable 5 bis zum 22. Juni ohne Aufpreis enthalten. Danach kostet jede weitere Nutzung Guthaben, bis Anthropic nach eigener Aussage genug Kapazität hat, um das Modell wieder fest in die Abos zu nehmen. Wer es testen will, sollte das also vor dem 23. Juni tun. Anthropic räumt selbst ein, dass die Schutzfilter bewusst streng eingestellt sind und gelegentlich auch harmlose Anfragen blockieren, weil Geschwindigkeit beim Start Vorrang vor Treffsicherheit hatte.

Neu ist außerdem eine Datenregel: Für sämtlichen Verkehr über Mythos-Klasse-Modelle gilt eine 30-Tage-Speicherpflicht, auch bei Geschäftskunden. Anthropic erklärt, diese Daten nicht fürs Training zu verwenden, sondern nur zur Abwehr neuer Angriffe und zur Reduzierung von Fehlalarmen. Die Veröffentlichung kommt wenige Tage, nachdem das Unternehmen die Branche öffentlich zum Tempodrosseln aufgefordert hatte.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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