Gemini antwortet jetzt mit Programmen statt mit Text

KI-News: Gemini, 3D, Simulation

Google hat am 9. April eine Funktion in der Gemini-App freigeschaltet, die Antworten nicht mehr als Text ausgibt, sondern als lauffähige interaktive Anwendung. Wer das Pro-Modell auswählt und Gemini bittet, etwas zu »zeigen« oder zu »visualisieren«, bekommt 3D-Modelle, Dashboards und Simulationen zurück, die direkt im Chatfenster laufen. Die Funktion rollt weltweit aus.

Unter der Haube schreibt das Modell HTML, CSS und JavaScript in Echtzeit, der Browser führt den Code aus. Zu den Demobeispielen, die Google im Ankündigungsbeitrag zeigt, gehören ein dreidimensional simulierter Starenschwarm mit Handtracking-Steuerung und einer Klangkulisse, die sich nach den Bewegungen der Vögel richtet, ein Dashboard mit Live-Telemetrie der Internationalen Raumstation aus einer öffentlichen API, sowie ein Stadtplanungswerkzeug, das Gelände einliest und Verkehr simuliert. Technisch steckt dahinter Generative UI, ein Ansatz, den Google Research im November 2025 erstmals beschrieb und bis dahin nur in den Labs-Experimenten »Dynamic View« und »Visual Layout« zu sehen war.

Für Leute, die mit KI arbeiten, verschiebt sich damit die Ausgabegrenze. Bisher endete eine Antwort von Gemini bei Prosa, einer Liste, vielleicht einem Diagramm. Jetzt kommt ein klickbares Ergebnis heraus, das sich erkunden lässt. Beim Erklären naturwissenschaftlicher oder technischer Konzepte ist das eine andere Qualität als eine Absatz-Zusammenfassung. Wie belastbar das bei Fachthemen ist, ob also die generierten Simulationen auch physikalisch oder ökonomisch korrekt rechnen und nicht nur hübsch aussehen, wird sich erst in der Praxis zeigen. Jedenfalls.

Voraussetzung ist die Auswahl des Pro-Modells im Prompt-Feld der Gemini-App. Google nennt höhere Nutzungslimits für zahlende Abonnenten von Google AI Pro und Ultra, ein generelles Ausschließen kostenloser Nutzer erwähnt der Blogpost nicht.

Quellen

Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung.

Bist du bereit für mehr?