NotebookLM läuft seit Montag auf Gemini 3.5 und Googles Agenten-Engine Antigravity. Jedes Notebook bekommt jetzt einen eigenen Cloud-Computer, der Code schreibt und ausführt. Das Tool, das bisher brav nur deine Quellen zusammenfasste, rechnet nun, baut Diagramme und schreibt fertige Dateien.
Konkret heißt das: NotebookLM produziert auf Wunsch PDF-Reports mit Tabellen und Charts, Excel-Dateien, PowerPoint-Folien, CSV, JSON und Bilder über Nano Banana, alles direkt im Studio-Panel zum Download. Dazu kommen über 100 kuratierte Software-Skills. In Googles eigenen Vergleichen schlägt die neue Version die alte mit 65% durchschnittlicher Win-Rate, bei der Analyse großer Dokumente sind es 69,9%, bei der Web-Recherche 78,2%. Und man muss nicht mehr mit fertigem Material ankommen: Eine lose Idee reicht, dann sucht NotebookLM per Google-Suche selbst passende Quellen und legt sie ins Notebook.
Für alle, die sich in Themen einarbeiten, ist das ein echter Sprung. Aus dem stillen Lese-Begleiter wird ein Recherche-Agent, der Quellen findet, Daten auswertet und gleich ein vorzeigbares Dokument ausspuckt. Wer die Grundfunktionen schon kennt, bekommt hier eine ganz neue Klasse von Aufgaben dazu. Der Haken kommt mit Ansage: Das Update gibt es vorerst nur für Google AI Ultra und bestimmte Workspace-Kunden mit AI-Ultra-Zugang. Wer das kostenlose NotebookLM nutzt, schaut zu.
Google verspricht, die Funktionen später für mehr Nutzer freizugeben. Bis dahin steckt die interessanteste Neuerung hinter der teuersten Abostufe. Und die selbstständige Quellensuche klingt bequem, kann aber genauso gut den Quellen-Wust vergrößern, den man mit NotebookLM eigentlich bändigen wollte. Die Kontrolle über die Quellen, betont Google, bleibe beim Nutzer. Glauben muss man das erst mal.
Quellen
- Google: Do better research with NotebookLM
- TechCrunch: NotebookLM’s new update will help you build source repository from chat
- 9to5Google: NotebookLM rolling out big Gemini 3.5 & Antigravity upgrade with more outputs
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