Nutzer fliehen vor Googles KI-Suche zu DuckDuckGo

KI-News: DuckDuckGo, +30%, KI-Suche

Google hat auf der Entwicklerkonferenz I/O 2026 die klassische Trefferliste abgeschafft und durch einen KI-Agenten ersetzt, der Fragen direkt beantwortet, Aufgaben ausführt und im Hintergrund Anfragen überwacht. Viele Nutzer reagieren mit den Füßen. DuckDuckGo meldet seit dem Umbau einen spürbaren Zulauf.

Die Zahlen kommen vom Suchanbieter selbst. In den USA stiegen die App-Installationen zwischen dem 20. und 25. Mai im Schnitt um 18,1% pro Woche, der Tageshöchstwert lag am 25. Mai bei 30,5%. Auf iOS war der Anstieg noch deutlicher, im Schnitt 33% pro Woche und an der Spitze 69,9%. Auch die KI-freie Variante der Suche unter noai.duckduckgo.com legte zu, im Schnitt 22,7% pro Woche. Diese Seite schaltet alle KI-Funktionen ab, von den KI-Antworten bis zu generierten Bildern.

Der Punkt ist weniger die Größe als das Signal. DuckDuckGo kommt in den USA auf rund 2 Prozent Marktanteil, ein paar starke Tage ändern daran nichts. Interessant ist, dass viele Menschen KI in der Suche offenbar nicht aufgezwungen bekommen wollen. DuckDuckGo-Chef Gabriel Weinberg sagt, Google drücke allen KI auf, ohne Abschaltoption, und die Ergebnisse würden dadurch schlechter statt besser. Wer gezielt eine KI-Suche sucht, findet dafür eigene Werkzeuge wie Perplexity. DuckDuckGo bietet mit Duck.ai sogar selbst einen Chat mit mehreren Modellen, kostenlos und ohne Konto, was zu den übrigen kostenlosen KI-Tools passt.

Ob daraus mehr wird als eine Protestwelle, ist offen. Bemerkenswert ist die Dauer, der Trend hielt sechs Tage am Stück und sogar über das Memorial-Day-Wochenende, an dem der Verkehr sonst eher sinkt. Google war zu einer Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Quellen

Ähnliche News

Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

Bist du bereit für mehr?

Was sagst du dazu?