OpenAI Codex steuert jetzt deinen Mac, auch wenn er gesperrt ist

KI-News: Codex, Locked Use, Mac

OpenAI hat seinem Coding-Agenten Codex eine Fähigkeit gegeben, die bisher kein anderer Desktop-Agent hatte. Codex kann Apps auf einem Mac bedienen, auch wenn der Bildschirm gesperrt ist. Die Funktion, von OpenAI Locked Use genannt, wurde diese Woche ausgerollt. Nutzer schicken einen Auftrag vom Handy, und der Agent arbeitet im Hintergrund weiter, selbst wenn der Rechner gesperrt auf dem Schreibtisch steht.

Technisch läuft das über ein Apple-Autorisierungs-Plugin, das den Mac kurz im Hintergrund entsperrt, während der Bildschirm geschützt bleibt. Sobald jemand Tastatur oder Maus berührt, sperrt Codex den Rechner sofort wieder und stoppt das automatische Entsperren, bis man sich manuell anmeldet. Voraussetzung ist das Computer-Use-Plugin mit den macOS-Berechtigungen für Bildschirmaufnahme und Bedienungshilfen. Terminal-Apps, Codex selbst und systemweite Admin-Abfragen bleiben für den Agenten tabu.

Für Nutzer heißt das: lange Agenten-Aufgaben brauchen keinen offenen, eingeloggten Laptop mehr. Wer Codex einen mehrstündigen Auftrag gibt, kann den Mac zusperren und weggehen. Der Komfortgewinn hat aber eine Kehrseite. Ein Agent, der einen gesperrten Rechner selbstständig entsperrt und bedient, verschiebt die Grenze zwischen Bequemlichkeit und Kontrolle. OpenAI begegnet dem mit kurzlebiger Autorisierung, abgedecktem Display und sofortigem Wiedersperren bei lokaler Eingabe.

In der Europäischen Union, in Großbritannien und der Schweiz ist die Funktion zum Start nicht verfügbar. Wer sie nutzen will, muss jeder App einzeln Zugriff erlauben, und OpenAI rät, bei sensiblen Vorgängen wie Konten, Zahlungen oder Berechtigungen anwesend zu bleiben.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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