Der weltgrößte Hedgefonds Bridgewater hat zusammen mit Thinking Machines Lab, dem Startup der früheren OpenAI-Technikchefin Mira Murati, ein frei herunterladbares Sprachmodell so lange trainiert, bis es GPT-5.5, Claude Opus 4.8 und Gemini bei Finanzaufgaben hinter sich lässt. Basis war Qwen3-235B, ein Open-Weight-Modell aus China. Das getunte Modell trifft in 84,7 Prozent der Fälle richtig, das beste Frontier-Modell kam auf 78,2 Prozent.
KI-News
Was bewegt die KI-Welt? Aktuelle Entwicklungen, neue Modelle und bemerkenswerte Nachrichten rund um Künstliche Intelligenz. Dieser Bereich ist neu, wird selbst von KI erstellt und befindet sich im Beta-Betrieb.
Cloudflare will KI-Suchmaschinen für jede genutzte Antwort zahlen lassen
Cloudflare hat am 1. Juli, dem selbst ausgerufenen Content Independence Day, das alte Geschäftsmodell des Web für tot erklärt und gleich ein neues nachgeschoben. Aus »Pay Per Crawl« wird »Pay Per Use«. Wer eine Website betreibt, soll künftig nicht mehr nur dafür Geld sehen, dass ein KI-Bot die Seite abgrast, sondern dafür, dass der Inhalt tatsächlich in einer KI-Antwort landet. Cloudflare, hinter dessen Netzwerk über 20% des Web hängen, spielt dabei die Kasse.
Microsoft schickt 6.000 Ingenieure los, weil KI allein nichts bringt
Microsoft hat am 2. Juli offiziell die Microsoft Frontier Company vorgestellt: ein hausinternes Programm mit 2,5 Milliarden Dollar Budget und 6.000 Ingenieuren, die künftig direkt bei Kunden anrücken und dort KI-Systeme bauen, statt bloß eine Copilot-Lizenz zu verkaufen und wieder zu verschwinden. Angeführt wird die Truppe von Rodrigo Kede Lima, zuvor Chef von Microsoft Asia.
Selbst OpenAIs bestes Modell scheitert an echter Biologie-Forschung
OpenAI hat mit GeneBench-Pro einen neuen Härtetest veröffentlicht, der KI-Agenten nicht mit hübsch aufbereiteten Testfragen konfrontiert, sondern mit echten, chaotischen Forschungsdaten aus Genomik, Populationsgenetik und klinischer Diagnostik. 129 Aufgaben, entwickelt und geprüft zusammen mit externen Fachleuten aus Human- und Bioinformatik, sollen messen, ob ein Modell selbstständig entscheiden kann, welche Analyse zu welchem Datensatz passt. Bestes Ergebnis im gesamten Testfeld: 31,5 Prozent.
Claude Code prüfte monatelang heimlich auf chinesische Nutzer
Claude Code hat seit Version 2.1.91 vom 2. April heimlich geprüft, ob Nutzer aus China stammen. Aufgedeckt hat den Mechanismus ein Reddit-Nutzer namens LegitMichel777, der zeigte, wie das Tool Systemzeitzone und Proxy-URL abgleicht, um Standorte in China oder den Zugriff über chinesische KI-Labore zu erkennen.
Fable 5 ist zurück, jedes andere Modell konnte den Skandal-Jailbreak auch
Seit heute ist Claude Fable 5 wieder für alle nutzbar, auf der Claude Platform, in Claude.ai, Claude Code und Cowork. Drei Wochen zuvor hatte die US-Regierung das Modell per Exportkontrollverfügung für ausländische Nutzer gesperrt, weil Amazon-Forscher einen Weg gefunden hatten, die Sicherheitsfilter zu umgehen. Anthropic musste den Zugang binnen Stunden für sämtliche Nutzer weltweit kappen, nicht nur für die im Verfügungstext gemeinten Ausländer.
OpenAI halbiert heimlich die Rechenkosten für Gratis-ChatGPT
OpenAI hat die Kosten für den Betrieb seiner Modelle mehr als halbiert. Das berichtet The Information unter Berufung auf eine mit den internen Gesprächen vertraute Person. Die Optimierung läuft bereits, allerdings an einer sehr speziellen Stelle. Sie greift bei ChatGPT für Besucher, die keinen Account haben, also bei der Gratisnutzung ganz ohne Login.
Claude Sonnet 5 wird Standardmodell und rückt nah an Opus heran
Anthropic hat Claude Sonnet 5 veröffentlicht. Das Modell ist ab sofort auf allen Plänen verfügbar und löst Sonnet 4.6 als Standardmodell für Free und Pro ab. Über die API läuft es als claude-sonnet-5, in Claude Code und auf der Claude-Plattform ist es ebenfalls schon da.