Elon Musk hat seine Klage gegen OpenAI am 7. April erneut verschärft. In einer geänderten Klageschrift fordert er die Absetzung von CEO Sam Altman aus dem Board der OpenAI-Stiftung und die Entfernung von Altman und Präsident Greg Brockman aus ihren Ämtern im gewinnorientierten Arm des Unternehmens. Beide sollen sämtliche Anteile und finanziellen Vorteile zurückgeben, die sie durch die Umwandlung von OpenAI in ein For-Profit-Unternehmen erlangt haben. Die geforderte Schadenssumme: rund 134 Milliarden Dollar. Musk will davon nichts für sich selbst. Das Geld soll an die gemeinnützige OpenAI-Stiftung gehen.
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Ohne Nvidia: GLM-5.1 schlägt GPT-5.4 und Claude beim Coden
Das chinesische KI-Labor Z.ai (ehemals Zhipu AI) hat GLM-5.1 veröffentlicht, ein Sprachmodell mit 754 Milliarden Parametern unter MIT-Lizenz. Auf SWE-bench Pro, dem anspruchsvollsten Coding-Benchmark der Branche, erreicht es 58,4 Punkte und übertrifft damit GPT-5.4 (57,7), Claude Opus 4.6 (57,3) und Gemini 3.1 Pro (54,2).
Sam Altman will Roboter besteuern
OpenAI hat ein 13-seitiges Grundsatzpapier mit dem Titel »Industrial Policy for the Intelligence Age« veröffentlicht. Darin schlägt das Unternehmen eine Steuer auf automatisierte Arbeit vor, einen öffentlichen Vermögensfonds für alle US-Bürger und eine staatlich geförderte Vier-Tage-Woche ohne Lohneinbußen. Sam Altman begründet die Vorschläge mit einer Verschiebung der Machtverhältnisse: »Viel zu viel Hebel wird beim Kapital liegen und nicht bei der Arbeit im traditionellen Sinn.«
Gemini bekommt einen Notfallknopf
Google hat die Krisenreaktion von Gemini grundlegend überarbeitet. Wenn der Chatbot erkennt, dass ein Gespräch auf Suizid oder Selbstverletzung hindeutet, erscheint ab sofort ein vereinfachtes Interface, über das Nutzer per Fingertipp eine Krisenhotline erreichen können. Anrufen, schreiben, chatten oder die Website der Hotline besuchen, alles mit einer Berührung. Die Option bleibt für den Rest des Gesprächs sichtbar.
OpenAI, Anthropic und Google jagen gemeinsam Modelldiebe
Drei Unternehmen, die sich sonst in fast allem bekämpfen, arbeiten jetzt zusammen: OpenAI, Anthropic und Google tauschen über das Frontier Model Forum Informationen aus, um sogenannte adversarial distillation zu erkennen und zu unterbinden. Gemeint ist eine Methode, bei der externe Entwickler systematisch Anfragen an ChatGPT, Claude oder Gemini schicken und aus den Antworten billigere Kopien trainieren. Laut Bloomberg koordinieren die drei Firmen seit kurzem ihre Abwehrmaßnahmen.
Anthropic verdreifacht seinen Umsatz und sichert sich Googles Chipfabriken
Anthropic hat eine erweiterte Partnerschaft mit Google und Broadcom geschlossen, die dem Unternehmen Zugang zu mehreren Gigawatt an TPU-Rechenkapazität verschafft. Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, dass seine annualisierte Umsatzrate 30 Milliarden Dollar überschritten hat. Ende 2025 lag diese Zahl noch bei rund 9 Milliarden.