Perplexity verkauft deine Suchanfragen an Meta und Google

Ein US-Nutzer hat Anfang April vor einem Bundesgericht in San Francisco Sammelklage gegen Perplexity eingereicht. Der Vorwurf: Die KI-Suchmaschine bettet unsichtbare Tracker in ihre Website ein, die sämtliche Nutzeranfragen an Meta und Google weiterleiten. Auch dann, wenn der sogenannte Incognito-Modus aktiviert ist.

Die Daten sollen für zielgerichtete Werbung und den Weiterverkauf an Dritte genutzt worden sein. Meta und Google sind als Mitbeklagte benannt. Wer Perplexity als Alternative zur Google-Suche nutzt, dürfte das irritieren. Jedenfalls wirft es eine Frage auf, die sich bei den meisten KI-Diensten stellt: Was passiert eigentlich mit dem, was du dort eintippst?

Perplexity hatte sich als datenschutzfreundliche Recherche-KI positioniert. Ein Incognito-Modus, der im Hintergrund an Meta und Google funkt, passt nicht ganz zu diesem Versprechen. Ob die Vorwürfe im Detail zutreffen, muss das Gericht klären. Dass Tracker auf der Seite existieren, ist dokumentiert.

Die Klage reiht sich ein in eine Entwicklung, die man inzwischen kennt: Neue KI-Tools versprechen einen Neustart, laufen aber auf dem alten Geschäftsmodell. Werbung, Tracking, Datenhandel. ChatGPT hat gerade Self-Serve-Werbung für alle geöffnet, Perplexity trackt womöglich im Hintergrund. Wer glaubt, KI-Assistenten seien die saubere Alternative zum Werbe-Web, sollte das noch mal prüfen.

Quellen

Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung.

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