Trump will Amerikas mächtigste KI-Modelle vor dem Start prüfen

KI-News: Trump, Frontier Models, 30 Tage

Donald Trump hat am 2. Juni eine Executive Order unterschrieben, die Amerikas KI-Konzerne bittet, dem Staat ihre stärksten Modelle vor dem Start zu zeigen. Bis zu 30 Tage, bevor ein Modell ausgeliefert wird, soll die Regierung es testen dürfen. Das Zauberwort steht gleich mehrfach im Text: freiwillig.

Betroffen sind sogenannte »covered frontier models«. Was darunter fällt, entscheidet ein geheim gehaltenes Benchmark-Verfahren der NSA, das die Cyber-Fähigkeiten eines Modells misst. Parallel entsteht beim Finanzministerium eine KI-Cybersecurity-Clearingstelle, die Software-Schwachstellen aufspüren und das Verteilen von Patches koordinieren soll, auch das in freiwilliger Zusammenarbeit mit der Industrie. Ein Pflicht-Lizenzverfahren schließt die Verordnung in einem eigenen Absatz ausdrücklich aus. Der Staat darf fragen, nicht befehlen.

Für Nutzer heißt das erst einmal wenig Konkretes. Ein freiwilliger 30-Tage-Vorlauf ist genau so verbindlich, wie die Labore es wollen, und Anthropic, OpenAI und Google werden selbst nachrechnen, was ihnen ein Behördenblick ins unfertige Modell wert ist. Wer die zähe Geburt des EU AI Act verfolgt hat, kennt das Muster schon: große Worte, weiche Pflichten, reichlich Interpretationsspielraum.

Ursprünglich sollte die Prüfphase 90 Tage dauern, nach Protest aus der Branche wurde daraus ein Drittel. Die Unterschrift selbst war schon für den 21. Mai angesetzt und im letzten Moment abgesagt worden. Eine Verordnung, die niemanden zu etwas zwingt und trotzdem zweimal umgeschrieben werden musste, sagt einiges darüber, wie nervös in Washington gerade alle sind.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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