43 humorvolle und ironische Sprüche über Professoren

Sprüche über Professoren - 43 humorvolle und ironische Sätze über den akademischen Betrieb

Diese Sprüche sind humorvoll und ironisch gemeint und spielen mit gängigen Klischees aus dem akademischen Betrieb. Sie sollen nicht zu ernst genommen oder als abwertend verstanden werden.

Professoren haben ihre Eigenheiten, das ist nicht zu leugnen. Nehmen wir sie, wie sie sind.

Warum Professoren so gute Zielscheiben abgeben

Kaum ein Berufsstand wird so häufig karikiert. Das liegt weniger an den Menschen als an der Konstruktion. Ein Professor unterrichtet, forscht, verwaltet und repräsentiert, alles gleichzeitig und selten mit gleicher Begeisterung. Aus dieser Spannung entsteht der Humor. Und ein bisschen Neid, zugegeben.

Professor ist in Deutschland kein akademischer Grad, sondern eine Amts- und Dienstbezeichnung. Vergeben wird sie mit der Berufung auf eine Professur, in der Regel nach Habilitation oder einer gleichwertig bewerteten Leistung. Die Besoldungsgruppen W2 und W3 unterscheiden dabei vor allem Umfang, Ausstattung und Vergütung der Stelle.

Wer den dazugehörigen Wortschatz sortieren will, findet ihn im Unijargon mit 67 erklärten Begriffen. Vieles, was hier als Pointe auftaucht, hat dort einen nüchternen Eintrag.

43 Sprüche über Professoren

Alphabetisch sortiert, ansonsten nach dem Prinzip Zufall gesammelt. Sie können Spuren von Ironie enthalten.

  1. Akademische Ruhe. Wenn Professoren schlafen, sagen sie, es sei für die Forschung.
  2. Weisheit. Professoren wissen alles, außer wie man die neueste Technologie benutzt.
  3. Deadline. Professoren verwenden Deadlines, um zu sehen, wie kreativ Studenten in der letzten Minute werden können.
  4. Kaffeeabhängigkeit. Ein Professor ohne Kaffee ist so sinnvoll wie ein Seminar ohne Inhalt.
  5. Konferenzreisen. Für Professoren sind Konferenzen wie Urlaub, nur mit Powerpoint-Präsentationen.
  6. Lernkurve. Je mehr Professoren lehren, desto weniger scheinen sie über die Realität zu wissen.
  7. Publikationsdruck. Wenn Professoren nicht forschen, schreiben sie darüber, warum sie nicht forschen.
  8. Verwaltungskunst. Professoren haben das Talent, aus einer E-Mail fünf Meetings zu machen.
  9. Vorlesungsstil. Professoren tarnen Monologe geschickt als Dialoge.
  10. Autorität. Professoren denken, Autorität kommt von langen Titeln, nicht von guten Argumenten.
  11. Bürozeiten. Bürozeiten sind diese seltenen Momente, in denen Professoren tatsächlich im Büro anzutreffen sind.
  12. Digitalisierung. Professoren behaupten, digital zu sein, haben aber Probleme, eine PowerPoint zu starten.
  13. Effizienz. Ein Professor ist jemand, der zwei Stunden braucht, um etwas zu erklären, was man in fünf Minuten verstehen könnte.
  14. Fachjargon. Professoren nutzen Fachjargon, um einfache Dinge kompliziert klingen zu lassen.
  15. Forschungsgelder. Die Kunst, Forschungsgelder zu bekommen, ist für Professoren wichtiger als die Forschung selbst.
  16. Fortschritt. Fortschritt in der Wissenschaft geschieht, wenn Professoren in Rente gehen.
  17. Freisemester. Ein Freisemester ist für Professoren wie ein normaler Urlaub, nur dass sie dafür bezahlt werden.
  18. Geduld. Die Geduld eines Professors wird nur von der Länge seiner Monologe übertroffen.
  19. Innovation. Professoren lieben Innovationen, solange sie nichts ändern müssen.
  20. Kollegialität. Professoren sind kollegial, solange es um ihre eigenen Ideen geht.
  21. Konferenzbeiträge. Konferenzen sind Orte, an denen Professoren reden, während andere schlafen.
  22. Kritikfähigkeit. Professoren schätzen kritische Denker, solange sie nicht kritisiert werden.
  23. Lebenswerk. Das Lebenswerk eines Professors besteht oft aus unlesbaren Büchern.
  24. Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit im Seminar heißt, die Meinung des Professors frei zu äußern.
  25. Nachwuchsförderung. Professoren fördern den wissenschaftlichen Nachwuchs, indem sie ihn ihre Arbeit machen lassen.
  26. Originalität. Professoren schätzen Originalität, bei anderen.
  27. Praxisbezug. Der Praxisbezug mancher Professoren beschränkt sich auf die Wegbeschreibung zur Universität.
  28. Prioritäten. Professoren setzen Prioritäten. Publikationen vor Lehre, Lehre vor Studenten.
  29. Selbstreflexion. Professoren predigen Selbstreflexion, praktizieren sie aber selten.
  30. Statussymbole. Für Professoren sind Zitate in ihren Werken wichtiger als Likes auf Social Media.
  31. Studentenverständnis. Professoren verstehen Studenten am besten, wenn sie ihre Forschung unterstützen.
  32. Teamarbeit. Professoren lieben Teamarbeit, besonders wenn das Team genau das tut, was sie sagen.
  33. Technikaffinität. Ein Professor, der moderne Technik beherrscht, ist wie eine seltene Spezies in freier Wildbahn.
  34. Theorien. Professoren haben für jedes Problem eine Theorie und für jede Theorie ein Problem.
  35. Tiefgründigkeit. Professoren sprechen so tiefgründig, dass sie manchmal selbst darin versinken.
  36. Titel. Bei Professoren sind die Titel oft länger als ihre Antworten.
  37. Unfehlbarkeit. Ein Professor macht nie Fehler; er nennt sie alternative Lehrmethoden.
  38. Vergesslichkeit. Professoren erinnern sich an jede Konferenz, aber nie an die Namen ihrer Studenten.
  39. Veröffentlichungen. Für einen Professor zählt nicht, was du schreibst, sondern wo es veröffentlicht wird.
  40. Vorlesungsinhalte. Eine Vorlesung ist für Professoren die beste Zeit, um alte Notizen wiederzuverwerten.
  41. Weiterbildung. Professoren halten sich für so gebildet, dass sie keine Weiterbildung mehr brauchen.
  42. Wissenschaftliche Neugier. Professoren sind neugierig, solange es um ihre eigenen Forschungen geht.
  43. Zugänglichkeit. Ein zugänglicher Professor ist wie ein seltenes Buch. Oft gehört, selten gesehen.

Ein Körnchen Wahrheit steckt meistens drin

Der Spruch über den Publikationsdruck ist womöglich der ehrlichste in der Liste. Wissenschaftliche Karrieren hängen an Veröffentlichungen, und wer viel veröffentlicht, veröffentlicht nicht automatisch Gutes. Wie sich seriöse von schwacher Forschung unterscheiden lässt, steht bei Fakten statt Schlagzeilen.

Auch der Satz über Deadlines hat sich nicht ganz überlebt, er hat nur ein neues Werkzeug bekommen. Wo früher nachts getippt wurde, sitzt heute eine KI mit am Tisch, und die Grenze zwischen Hilfe und Täuschung verläuft schmaler, als viele denken.

Der Spott trifft die Institution mindestens so häufig wie die Person. Ob sie in dieser Form überhaupt weiterbesteht, ist inzwischen eine ernsthafte Frage, nachzulesen bei Macht KI bald auch die Universitäten überflüssig?

Wer solche Sätze weiterverwenden will, findet passendes Material bei den Sprüchen über Bildung und Wissen und unter den originellen E-Mail-Signaturen.

Und falls ein Professor mitliest. Nichts davon ist persönlich gemeint.

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Der Autor

Sven Edmund Lennartz ist seit 25 Jahren Fachautor und Gründer mehrerer Online-Unternehmen, wie Dr. Web (Webdesign), Conterest (Bloggen), Sternenvogelreisen (Sprache) und Smashing Magazine (Webdesign & Entwicklung). Autorenhomepage

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