KI soll mir bei der Produktivität helfen? Ich hab’s ausprobiert – das blieb hängen

KI soll mir bei der Produktivität helfen? Ich hab's ausprobiert – das blieb hängen

Ich hab’s satt, ständig neue Produktivitäts-Methoden zu testen.

Aber KI ist da – und angeblich kann sie alles: strukturieren, motivieren, organisieren. Also hab ich ausprobiert, was sich wirklich nutzen lässt – für Leute, die arbeiten wollen, nicht bloß Tools sortieren.

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Hier sind 15 kleine Ideen, die mir im Home-Office geholfen haben – manche mit KI, manche ohne, aber alle praxistauglich.

Was KI im Alltag wirklich kann

Bevor du dich in Tools verlierst: KI-Assistenten wie ChatGPT, Claude oder Gemini sind keine Wundermittel. Aber sie können dir tatsächlich Arbeit abnehmen – wenn du weißt, wofür.

  1. Gedanken sortieren lassen. Du hast einen Wust an Ideen, Notizen, halben Sätzen? Wirf alles in einen KI-Chat und lass dir eine Struktur vorschlagen. Funktioniert besser als Starren auf leere Dokumente.
  2. Textentwürfe als Startpunkt. Niemand sagt, du musst alles selbst schreiben. Lass dir einen ersten Entwurf generieren – für E-Mails, Angebote, Blogartikel. Dann machst du ihn zu deinem.
  3. Erklärungen bekommen, ohne zu googeln. Kompliziertes Thema? Frag Claude oder ChatGPT. Die Erklärungen sind oft besser als Wikipedia-Artikel – und du kannst nachfragen, bis du’s kapierst.
  4. Brainstorming mit Sparringspartner. Du steckst fest? Beschreib dein Problem einer KI. Die Vorschläge sind manchmal daneben, aber oft genug bringen sie dich auf die richtige Spur.
  5. Zusammenfassungen langer Dokumente. Ein 30-seitiges PDF durcharbeiten? Kopier den Text rein und lass dir die Kernpunkte zusammenfassen. Spart Zeit, wenn du nur den Überblick brauchst.

Die analogen Klassiker, die immer noch funktionieren

KI hin oder her – manche Methoden brauchen keinen Strom.

  1. Die handschriftliche To-do-Liste. Morgens aufschreiben, was ansteht. Abhaken, was erledigt ist. Das Gefühl beim Durchstreichen ist nicht zu unterschätzen.
  2. Die Pomodoro-Technik. 25 Minuten fokussiert arbeiten, 5 Minuten Pause. Klingt banal, funktioniert aber – besonders wenn du dich leicht ablenken lässt.
  3. Feste Arbeitszeiten. Im Home-Office verschwimmen die Grenzen. Ein klarer Start und ein klares Ende helfen mehr als jede App.
  4. Bewegung in den Pausen. Aufstehen, Dehnübungen, kurz an die frische Luft. Dein Rücken und dein Kopf werden es dir danken.
  5. Die Fokuszone. Ein Bereich, der nur zum Arbeiten da ist. Kein Fernseher, kein Bett in Sichtweite. Dein Gehirn lernt: Hier wird gearbeitet.

KI-Tools, die einen Blick wert sind

Nicht alle KI-Tools sind gleich. Hier ein paar, die sich im Alltag bewährt haben:

  1. Perplexity für Recherche. Wenn du aktuelle Informationen mit Quellenangaben brauchst, ist Perplexity oft besser als Google. Schnell, präzise, transparent.
  2. Notion AI für Notizen. Falls du Notion nutzt: Die eingebaute KI kann Zusammenfassungen erstellen, Texte umformulieren und Aufgaben aus Notizen extrahieren.
  3. Otter.ai oder Fireflies für Meeting-Protokolle. Lass deine Calls transkribieren und automatisch zusammenfassen. Spart das hektische Mitschreiben.
  4. Motion oder Reclaim für intelligente Kalenderplanung. Diese Tools blocken automatisch Fokuszeiten und verschieben Aufgaben je nach Priorität. Für alle, die ihren Kalender nicht im Griff haben.
  5. Goblin Tools für Aufgabenteilung. Ein simples Tool, das große Projekte in kleine, machbare Schritte zerlegt. Hilft gegen das Gefühl der Überforderung.

Was ich daraus gelernt habe

Die beste Produktivitäts-Methode ist die, die du tatsächlich benutzt. KI kann helfen – aber sie ersetzt weder klare Prioritäten noch den Willen, eine Aufgabe wirklich anzufangen.

Fang mit einem einzigen Tool oder Trick an. Probier es eine Woche lang. Wenn’s funktioniert, behalt es. Wenn nicht, nächster Versuch.

Und ja: Manchmal ist die beste Produktivitäts-Strategie, einfach den Laptop zuzuklappen und spazieren zu gehen.

Werkstattbericht

Die Abbildung generierte die KI DALL-E via Bing, was darin abgebildet ist, existiert in der realen Welt nicht. Die verwendeten Fonts im Beitragsbild sind Anton (Google) und Alegreya Sans (Google).

Sven Lennartz Avatar

Der Autor

Sven Edmund Lennartz ist seit 25 Jahren Fachautor und Gründer mehrerer Online-Unternehmen, wie Dr. Web (Webdesign), Conterest (Bloggen), Sternenvogelreisen (Sprache) und Smashing Magazine (Webdesign & Entwicklung). Autorenhomepage