Anthropic verschenkt 150 Millionen und schickt 1.000 Leute in gemeinnützige Organisationen

KI-News: Claude Corps, 150 Millionen, 1.000 Fellows

Anthropic verschenkt Geld, und zwar viel. 150 Millionen Dollar fließen in ein neues Programm namens Claude Corps. Der Plan: 1.000 Menschen anstellen, in Claude schulen und für ein Jahr in gemeinnützige Organisationen setzen, damit dort endlich jemand weiß, wie man die KI bedient.

Die Zahlen sind ungewöhnlich konkret für ein Wohltätigkeitsprojekt. Jeder Fellow bekommt 85.000 Dollar Jahresgehalt plus Benefits, einen Mentor von CodePath, Sprechstunden bei Anthropic für technische Fragen und ein laut Firma großzügiges Token-Budget. Mindestens 400 Non-Profits sollen über die nächsten zwölf Monate je einen Fellow beherbergen, dazu gibt es pro Organisation 10.000 Dollar Zuschuss und Gratis-Credits. CodePath fungiert als offizieller Arbeitgeber der Fellows, Social Finance übernimmt Messung und Auswertung.

Bemerkenswert ist der Zeitpunkt. Dieselbe Firma, die gerade die Unterlagen für einen der größten Börsengänge der Tech-Geschichte eingereicht hat und mit fast einer Billion Dollar bewertet wird, warnt an anderer Stelle, die KI-Entwicklung laufe zu schnell. Jetzt also Wohltätigkeit. Man kann das als echtes Engagement lesen oder als die wahrscheinlich klügste Vertriebsstrategie des Jahres: 1.000 bezahlte Botschafter, die Claude in genau die Organisationen tragen, die sonst nie ein Abo gebucht hätten. Für Non-Profits mit knappem Budget bleibt es trotzdem ein gutes Geschäft.

Daniela Amodei, Präsidentin von Anthropic, sagt, das Programm solle wachsen und zu einer Säule der Firmenstrategie werden. Bewerbungen laufen, Start ist für die kommenden Monate geplant. Immerhin schafft Anthropic damit 1.000 bezahlte Stellen in einem Markt, in dem KI sonst eher Jobs umverteilt als neue schafft. Ob daraus eine Bewegung wird oder ein teures Pilotprojekt, zeigt sich frühestens in einem Jahr.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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