Google rollt drei längst aus der Enterprise-Stufe bekannte Funktionen in Gemini for Business aus. Die wichtigste ist Projects: echte Container-Ordner, in denen einzelne Chats neben hochgeladenen Dateien liegen, mit eigenen Systemanweisungen und einer Farbe pro Projekt. Erste Konten sehen die Funktion bereits, andere warten noch. TestingCatalog hat das gestaffelte Rollout am 27. Mai dokumentiert.
Neu ist das Kollaborationsmodell: Mehrere Personen können im selben Chat schreiben und antworten, also gemeinsam mit Gemini arbeiten statt parallel. Microsoft hat eine ähnliche Gruppen-Logik in Copilot eingeführt, Google zieht jetzt nach. Ergänzt wird das Paket durch Workflow-Agenten, also automatisierte und geplante Tasks, die Connectoren zu Gmail, Drive, Kalender und Dritt-Tools nutzen.
Für Teams, die schon mit der Business-Lizenz arbeiten, schrumpft damit der Funktionsabstand zur Enterprise-Stufe spürbar. Wer Gemini bisher als Solo-Tool eingesetzt hat, bekommt mit gemeinsamen Projekten und festen Systeminstruktionen einen Workspace, der konsistente Ergebnisse über mehrere Personen hinweg ermöglicht. Die geplanten Agenten verschieben Gemini damit näher in Richtung Always-on-Assistent, wie ihn Microsoft, Anthropic und OpenAI ebenfalls bauen.
Einschränkung: Das Rollout läuft kontenübergreifend gestaffelt. Wann jeder Business-Tenant alle drei Funktionen sieht, hat Google nicht beziffert.
Quellen
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