OpenAI Codex wird zum Desktop-Agenten mit Zugriff auf den ganzen Rechner

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OpenAI hat Codex, sein Coding-Tool für den Desktop, grundlegend erweitert. Die neue Version kann auf andere Programme zugreifen, den Bildschirm lesen, klicken und tippen. Dazu kommen ein eingebauter Browser, ein Bildgenerator und ein Gedächtnis, das sich Vorlieben und Arbeitsabläufe merkt. OpenAI meldet drei Millionen wöchentlich aktive Entwickler.

Das Update macht Codex zu etwas, das über ein Coding-Tool hinausgeht. Mit »Computer Use« auf macOS kann der Agent mehrere Anwendungen gleichzeitig bedienen, etwa eine Frontend-Änderung testen, während er parallel ein Jira-Ticket bearbeitet. Über 90 neue Plugins verbinden Codex mit Diensten wie CircleCI, GitLab und Microsoft Office. Das Ziel ist offensichtlich: nicht nur Code schreiben, sondern den gesamten Entwicklungsworkflow übernehmen.

Der Schritt ist eine direkte Antwort auf Anthropics Claude Code, das wenige Tage zuvor mit Routines und Multi-Session-Fähigkeiten aufgerüstet wurde. Der Wettlauf zwischen den großen KI-Anbietern verlagert sich von der Chatbox auf den Desktop. Wer die Arbeitsumgebung kontrolliert, bindet Nutzer langfristig. Dass Codex jetzt auch Bilder generieren und Webseiten im eingebauten Browser voranzeigen kann, zeigt, wohin die Reise geht: KI-Agenten, die eigenständig handeln, nicht nur antworten.

Die Funktion rollt ab sofort an alle Codex-Desktop-Nutzer mit ChatGPT-Konto aus.

Quellen

VentureBeat: OpenAI drastically updates Codex desktop app
9to5Mac: OpenAI’s Codex Mac app adds three key features
MacRumors: OpenAI Codex Update Adds Computer Use, Image Generation, and Memory

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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