OpenAIs GPT-Red knackt Modelle besser als jedes menschliche Red-Team

KI-News: GPT-Red, 84% vs 13%, Prompt Injection

OpenAI hat ein KI-Modell gebaut, dessen einziger Job es ist, andere KI-Modelle zu hacken. GPT-Red bleibt firmenintern und sucht automatisiert nach Sicherheitslücken in OpenAIs eigenen Modellen. Trainiert wurde es per Self-Play-Reinforcement-Learning: GPT-Red greift an, Verteidiger-Modelle wehren ab, beide werden mit jeder Runde besser. Ein Wettrüsten, das komplett im Trainingslauf stattfindet.

Die Zahlen sind deutlich. In 84 Prozent der Testszenarien findet GPT-Red einen erfolgreichen Angriff, menschliche Red-Teamer schaffen das nur in 13 Prozent. Am überzeugendsten ist aber die Anekdote aus dem OpenAI-Büro. Dort übernahm GPT-Red einen KI-gesteuerten Verkaufsautomaten, änderte die Preise und stornierte die Bestellungen anderer Kunden. Ein Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn solche Angreifer erst in echten Systemen sitzen. Angegriffen wird dabei vor allem über Prompt-Injections, also schädliche Anweisungen, die in E-Mails, Webseiten oder Dateien versteckt sind.

Für Nutzer ist die Botschaft zweigeteilt. Die gute Hälfte: Die Ergebnisse fließen direkt ins Training. Laut OpenAI macht GPT-5.6 Sol bei direkten Prompt-Injections sechsmal weniger Fehler als das beste Modell von vor vier Monaten, ohne dass die allgemeine Leistung leidet. Die schlechte Hälfte: Rund 3,8 Prozent der stärkeren Angriffe kommen weiterhin durch. Klingt wenig, aber wer solche Attacken auf tausende Nachrichten und Dokumente skaliert, in denen Agenten still im Hintergrund mitlesen, landet schnell bei einer beachtlichen Trefferzahl. Prompt Injection ist nicht gelöst, sie ist nur teurer geworden. GPT-Red selbst bleibt übrigens unter Verschluss, ein Paper mit Details soll folgen.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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