Ab dem 6. Juli begrenzt Tesla das wöchentliche KI-Budget seiner Mitarbeiter auf 200 Dollar. Wer mehr verbrauchen will, braucht die Freigabe der Führungskraft. Eine Ausnahme gibt es doch: Die Beta-Versionen der xAI-Werkzeuge, also Grok und der Coding-Assistent Composer, zählen nicht mit. xAI gehört, welch Zufall, ebenfalls Elon Musk.
Sechs Monate lang hat Tesla das genaue Gegenteil betrieben. Ranglisten, Punktestände, Entwickler nach Tokenverbrauch sortiert, alles um die Nutzung anzuheizen. Dann fiel auf, dass einzelne Ingenieure Tokens für Tausende Dollar pro Woche verfeuerten. Das interne Memo, zuerst von The Information berichtet, dreht den Spieß jetzt um. Aus »verbrauch mehr« wird »verbrauch weniger, sonst frag den Chef«.
Tesla ist nicht allein. Uber deckelte bei 1.500 Dollar im Monat, nachdem das komplette KI-Jahresbudget schon im April aufgebraucht war. Meta, Amazon und Walmart lenken ihre Leute zu billigeren Modellen. Das Muster dahinter betrifft auch Privatnutzer. Solange KI pauschal im Abo steckte, war der Verbrauch egal. Jetzt rechnet die Token-Abrechnung jeden Prompt einzeln vor. Und wer agentische Werkzeuge einsetzt, die in Schleifen arbeiten, sieht seine Rechnung nicht addiert, sondern multipliziert.
Die Grok-Ausnahme ist der eigentliche Clou. Während die Kosten für ChatGPT, Claude und andere Coding-Assistenten gedeckelt werden, dürfen Musks eigene Tools ohne Limit laufen. Ein Budgetdeckel, der ausgerechnet die Produkte des Chefs verschont. Man muss kein Zyniker sein, um darin mehr zu sehen als reine Kostenkontrolle. Wer wissen will, was hinter dem Werkzeug steckt, das Tesla so großzügig ausnimmt, findet die Details in unserem Porträt zu Grok, Elon Musks Chatbot.
Quellen
- Electrek: Tesla caps employee AI spending at $200/week except for Grok
- AI Weekly: Tesla puts a $200-per-week cap on employee AI-tool spending
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