50.000 KI-Chips für ByteDance, made in China statt Nvidia

KI-News: ByteDance, 50.000 Chips, Nvidia 0%

ByteDance will sich bei einem Startup aus Shanghai mit KI-Chips eindecken. Laut Reuters verhandelt der TikTok-Konzern mit Iluvatar CoreX über Grafikchips für Inferenz, also für das Beantworten von Anfragen, und prüft parallel die Kunlunxin-Chips von Baidu. Käme der Deal zustande, wäre Iluvatar nach Huawei und Cambricon ByteDances dritter heimischer GPU-Lieferant. Von Nvidia ist in den Plänen keine Rede mehr.

Die Größenordnung: mindestens 50.000 Chips noch in diesem Jahr, die meisten davon für den Chatbot Doubao. Für Iluvatar wäre das der Sprung von reinen Behördenaufträgen mitten in den Konzernmarkt, die Aktie legte nach dem Bericht in Hongkong um 12% zu. Und es ist kein Ausreißer. Chinesische Chiphersteller haben sich letztes Jahr bereits 41% des heimischen Marktes für KI-Beschleuniger geholt. Nvidias Anteil in China? Laut Firmenchef Jensen Huang inzwischen faktisch null.

Für alle, die KI nutzen, ist das die unspektakuläre, aber entscheidende Schicht unter den Schlagzeilen. Wer eigene Chips hat, kann eigene Modelle billig betreiben. Genau deshalb kommen DeepSeek, Qwen und Doubao so günstig daher, dass sie westliche Preise unterbieten. Die US-Exportkontrollen sollten China eigentlich ausbremsen. Stattdessen entsteht gerade eine komplette Lieferkette, die an Nvidia vorbeiläuft.

Unterschrieben ist noch nichts, die Details seien »noch nicht final«, heißt es bei Reuters. Iluvatars Inferenzchips der Zhikai-Serie kosten umgerechnet rund 1.775 Dollar pro Stück, deutlich weniger als das, was Nvidia früher in China verlangte. Ob die Dinger im Alltag taugen, steht auf einem anderen Blatt. Billig genug, um es im großen Stil auszuprobieren, sind sie offenbar.

Quellen

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