China stoppt Metas 2-Milliarden-Deal für die KI-Agenten-Firma Manus

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Chinas oberste Wirtschaftsplanungsbehörde hat Metas Übernahme des KI-Startups Manus untersagt. Die Gründer der Agenten-Firma stehen unter Ausreiseverbot, rund 100 Mitarbeiter sitzen bereits in Metas Büros in Singapur. Der Fall zeigt, wie tief Geopolitik inzwischen in den KI-Markt eingreift.

Die National Development and Reform Commission (NDRC) ordnete am 27. April an, den rund 2 Milliarden Dollar schweren Deal vollständig rückabzuwickeln. Eine Begründung gab es nicht. Nur einen einzigen Satz, der auf das Verbot hinausläuft und beide Parteien zur Auflösung der Transaktion verpflichtet.

Manus wurde 2022 in Peking gegründet und siedelte Mitte 2025 nach Singapur um. Im März 2025 hatte das Startup mit seinem KI-Agenten für Aufsehen gesorgt, einem System, das eigenständig Aufgaben für Nutzer erledigt. Meta verkündete die Übernahme im Dezember 2025 und wollte die Agenten-Technologie direkt in Meta AI einbauen. Die Integration lief bereits. CEO Xiao Hong berichtete direkt an Meta-COO Javier Olivan.

Peking sieht das anders. Hong und Mitgründer Yichao Ji dürfen China nicht verlassen, seit die Behörden im März eine Untersuchung eingeleitet hatten. Ein Meta-Sprecher erklärte, die Transaktion habe geltendes Recht eingehalten. Man erwarte eine »angemessene Lösung«.

Die Lage ist womöglich verfahrener, als beide Seiten zugeben. Manus mag in Singapur registriert sein. Aber die Muttergesellschaft Butterfly Effect wurde in Peking gegründet, die Technologie dort entwickelt, die Gründer sind chinesische Staatsbürger. Für Peking reicht das, um ein Veto einzulegen. Der Fall reiht sich ein in die wachsende Zahl von Konflikten um chinesische KI-Technologie, die zwischen den Fronten gerät.

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