Mistral hat seinen Chatassistenten Le Chat in Vibe umbenannt und aus dem Chatfenster einen Agenten gemacht. Seit dem 28. Mai 2026 ist Vibe ein einziger Agent für lange, mehrstufige Aufgaben. Er arbeitet über Postfach, Kalender und angebundene Apps hinweg, recherchiert, schreibt Entwürfe und erledigt wiederkehrende Abläufe. Plan, Verlauf und Einstellungen der bisherigen Le-Chat-Nutzer wandern automatisch mit.
Vibe teilt sich in zwei Modi. Der Work Mode plant eine Aufgabe, holt sich die Freigabe und führt sie dann über Connectoren wie Google Workspace, Outlook, SharePoint, Slack und GitHub aus, inklusive Datenanalyse, Diagrammen und fertigen Dokumenten im Canvas. Der Code Mode startet Coding-Agenten in einer isolierten Sandbox. Die laufen parallel, arbeiten auch bei ausgeschaltetem Rechner weiter und liefern am Ende einen prüfbaren Pull Request. Dazu kommt eine neue VS-Code-Erweiterung und ein CLI-Befehl namens /teleport, der eine laufende Sitzung zwischen Terminal und Cloud verschiebt. Pro kostet 14,99 Dollar im Monat, Team 24,99 Dollar pro Nutzer.
Für europäische Nutzer ist das mehr als ein neuer Name. Mistral gilt als Europas stärkster KI-Anbieter, und mit Vibe stellt sich die Firma direkt gegen die Agenten von ChatGPT, Claude und Gemini. Der Name Le Chat, lange das Aushängeschild aus Paris, verschwindet dabei. Wer schon ein Konto hatte, findet seine alten Chats jetzt im Chat-Modus von Vibe wieder.
Noch ist nicht alles fertig. Das Auslösen von Coding-Sitzungen aus Slack heraus soll erst im Juni folgen.
Quellen
- Mistral AI: Vibe gets to work.
- CNBC: Mistral to explore designing own chips, CEO says, as it ramps up infrastructure build
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