Microsoft baut eine Leitstelle für KI-Agenten

KI-News: Agent 365, $15, Control Plane

Microsoft hat Agent 365 am 1. Mai für Geschäftskunden freigegeben. Das Produkt ist kein weiterer KI-Assistent, sondern eine Leitstelle: Es zeigt Unternehmen, welche KI-Agenten in ihrer Umgebung laufen, wer sie nutzt und was sie tun. Kosten: 15 Dollar pro Nutzer und Monat.

Das Problem, das Agent 365 lösen soll, heißt intern »Shadow AI«. Gemeint sind KI-Agenten, die Mitarbeiter eigenständig einrichten oder die über SaaS-Produkte ins Unternehmen kommen, ohne dass die IT davon weiß. Diese Agenten greifen auf Daten zu, rufen externe Dienste auf und interagieren untereinander. Je mehr es werden, desto schwerer lässt sich kontrollieren, wer auf was zugreift. Agent 365 bündelt die Sichtbarkeit in einem zentralen Dashboard und verknüpft sie mit Microsofts Sicherheitsstack: Entra für Identitäten, Purview für Datenklassifizierung, Defender für Bedrohungserkennung, Intune für Endgeräte.

Bemerkenswert ist die Multicloud-Unterstützung. Agent 365 soll nicht nur Microsoft-eigene Agenten wie Copilot erfassen, sondern auch solche auf AWS und Google Cloud. Eine Preview für diese Anbindungen ist für Juni angekündigt. Ebenfalls neu: kontextbezogene Richtlinien, die Agenten in Echtzeit blockieren können, wenn sie gegen Regeln verstoßen. Das Produkt ist auch im neuen Microsoft 365 E7 Paket enthalten, das für 99 Dollar pro Nutzer und Monat Copilot, Entra Suite und Agent 365 bündelt.

Für KI-Nutzer in Unternehmen bedeutet das: Die Phase, in der Agenten einfach nebenher liefen, endet. Wer Agenten produktiv einsetzt, wird sich künftig mit Governance-Anforderungen auseinandersetzen müssen. Microsoft setzt darauf, dass Kontrolle und Nutzung aus einer Hand kommen.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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