OpenAI schickt drei Edu-Plugins in den Schulstart

KI-News: Edu-Plugins, 200 Mio., ChatGPT Work

OpenAI hat am 4. August drei Bildungs-Plugins für ChatGPT Work und Codex vorgestellt. Eines für K-12-Lehrkräfte, eines für Hochschuldozenten, eines für Studenten. Ein Plugin ist dabei ein Paket aus Apps, rollenspezifischen Skills, Anweisungen und fertigen Workflows, damit niemand mehr selbst lange Prompts basteln muss. Verfügbar sind sie ausschließlich in ChatGPT Edu und in ChatGPT-for-Teachers-Deployments von Schulbezirken. Wer privat zahlt, schaut zu.

Die interessanteste Zahl steht nicht in der Produktbeschreibung, sondern in der Begründung. Über 200 Millionen junge Erwachsene zwischen 18 und 24 nutzen ChatGPT wöchentlich, aber selbst die fortgeschrittenen unter ihnen schöpfen die Fähigkeiten des Systems laut OpenAI rund 90 bis 99% weniger aus als Power-User. OpenAI nennt das capability overhang, also die Lücke zwischen dem, was das Werkzeug kann, und dem, was die Leute damit machen. Das ist eine erstaunlich ehrliche Selbstauskunft. Übersetzt heißt sie: Der Großteil unserer jungen Nutzerschaft benutzt eine Rakete als Fahrstuhl.

Für Lehrkräfte und Studenten ist das relevant, weil die Plugins genau an dieser Lücke ansetzen. Das Lehrer-Plugin erstellt differenzierte Materialien, Exit Tickets und Elternbriefe und dockt an Learning Commons an, um Materialien an lokale Bildungsstandards anzupassen. Das Studenten-Plugin baut Lernpläne, Karteikarten, Quizze und interaktive Erklärseiten aus selbst gewählten Quellen. Klingt vertraut? Genau das bauen sich Leute seit zwei Jahren selbst zusammen, nur eben von Hand. Jetzt gibt es dafür einen Knopf, allerdings nur hinter der Institutionsschranke.

Deutsche Schulen wird das erst einmal wenig berühren, denn ChatGPT for Teachers ist auf verifizierte US-Lehrkräfte beschränkt und die Edu-Lizenzen hängen an Institutionen, die sie erst kaufen müssen. Wer hierzulande auf die Kultusministerien wartet, wartet weiter. Bemerkenswert bleibt, dass OpenAI seine eigene Formel »KI soll Lernen unterstützen, nicht abkürzen« ausgerechnet mit einem Werkzeug bewirbt, das Hausarbeiten in Lehrmaterial und Lehrmaterial in Hausaufgaben verwandelt. Beides mit demselben Klick.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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