Anthropic verschenkt Claude an US-Lehrkräfte

KI-News: Claude for Teachers, K-12, gratis

Anthropic hat am 14. Juli »Claude for Teachers« vorgestellt. Verifizierte Lehrkräfte an US-Schulen der Klassen K bis 12 bekommen kostenlosen Zugang zu den Premium-Funktionen von Claude, zu einer Bibliothek von Unterrichts-Skills und zu einer Anbindung an Lehrpläne, die auf die Bildungsstandards aller 50 US-Bundesstaaten abgestimmt sind.

Sonst kostet dieses Angebot 20 Dollar im Monat. Kern ist die Verbindung zu »Learning Commons«, über die Claude nicht nur die Standards eines Bundesstaats kennt, sondern auch die kleineren Lernbausteine darunter und die Reihenfolge, in der Schüler sie üblicherweise lernen. Dazu kommen neun Connectoren zu gängigen K-12-Werkzeugen, darunter ASSISTments, Brisk Teaching, Canva Education, Diffit und MagicSchool. Zwei Skills stehen im Vordergrund: einen Unterrichtsentwurf aus geprüften Lehrmaterialien planen und Materialien für unterschiedliche Leistungsniveaus differenzieren. Weil Claude Code und Cowork eingebaut sind, lassen sich Aufgaben auch terminieren, etwa täglich um 16 Uhr die Exit-Tickets auswerten und den Plan für den nächsten Tag anpassen. Anthropic betont, dass geteilte Daten nicht ins Modelltraining fließen und Schülerdaten über eine an das US-Datenschutzgesetz FERPA angelehnte Vereinbarung geschützt sind.

Begleitet wird der Start von einer Zusammenarbeit mit der Lehrergewerkschaft American Federation of Teachers. Deren Präsidentin Randi Weingarten nennt das Werkzeug laut Anthropic eines, »das von und für Lehrkräfte gestaltet wurde, um sie beim Unterrichten zu unterstützen und ihnen hoffentlich mehr Zeit für die menschlichen Beziehungen zu geben, die im Zentrum des Lernens stehen«. Zusätzlich gibt es einen kostenlos lizenzierten Kurs »AI Fluency for K-12 Teachers«, den Anthropic mit Teach for America entwickelt hat.

Das Angebot gilt vorerst nur in den USA und nur für einzelne Lehrkräfte; ein Paket für Schulen und Distrikte soll folgen. Wer sich bis zum 30. Juni 2027 anmeldet, bekommt ein Jahr Zugang. Für deutsche Klassenzimmer ändert sich also zunächst nichts. Bemerkenswert ist die Stoßrichtung: Nachdem die Debatte lange um Schüler und ChatGPT kreiste, zielen die KI-Anbieter jetzt auf die Lehrkräfte selbst. Wie hierzulande die Lage aussieht, steht in unserem Überblick zu KI an deutschen Schulen, und warum viele den Einsatz für unumkehrbar halten, zeigen die Argumente für KI im Bildungsbereich.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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