Google verwandelt sein Cloud-Imperium in eine Agentenfabrik

Google Cloud Next 2026 – Agent Platform, TPU 8, MCP, Workspace Studio

Auf der Cloud Next 2026 in Las Vegas hat Google am 22. April seine KI-Strategie in einem Satz zusammengefasst: Alles wird Agent. Vertex AI heißt jetzt Gemini Enterprise Agent Platform, Agentspace wurde eingemeindet, und Workspace bekommt einen No-Code-Baukasten für Agenten. Dazu zwei neue Chipgenerationen, verwaltete MCP-Server und ein Webagent namens Project Mariner.

Die Umbenennung von Vertex AI ist mehr als Kosmetik. Die neue Gemini Enterprise Agent Platform bündelt alles, was Google für KI-Agenten im Unternehmenseinsatz anbietet: einen visuellen Workflow-Editor (Agent Designer), ein Postfach für Agenten-Aktivitäten, persistenten Speicher über Sitzungen hinweg und einen MCP-fähigen Agent Gateway, der den gesamten Agentenverkehr zentral steuert. Im Model Garden stehen über 200 Modelle bereit, darunter Gemini, Gemma, Anthropics Claude und Metas Llama.

Workspace Studio heißt der No-Code-Baukasten für Geschäftsanwender. Man beschreibt in natürlicher Sprache, was passieren soll, und die Plattform baut daraus Automatisierungen quer durch Gmail, Docs, Sheets, Drive und Chat. Anbindungen an Asana, Jira und Salesforce laufen über Webhooks. Das Agent2Agent-Protokoll (A2A) ist in Version 1.0 bei 150 Organisationen im Produktionseinsatz und wird jetzt von der Linux Foundation verwaltet. Version 1.2 bringt kryptografische Signaturen zur Domainverifizierung.

Auf der Hardwareseite hat Google zwei TPU-Varianten der achten Generation vorgestellt. TPU 8t für Training skaliert auf 9.600 Chips mit 2 Petabyte gemeinsam genutztem Speicher und liefert die dreifache Rechenleistung der Vorgängergeneration. TPU 8i für Inferenz verbindet 1.152 Chips in einem Pod, mit dem dreifachen On-Chip-SRAM für Millionen gleichzeitiger Agenten. Anthropic hat laut Google bis zu eine Million Ironwood-TPUs der siebten Generation reserviert.

Project Mariner, der Webagent von Google DeepMind, erreicht 83,5 Prozent auf dem WebVoyager-Benchmark und kann zehn Aufgaben parallel bearbeiten. Für Q2 ist ein Mariner Studio angekündigt, danach Cross-Device-Sync und ein Marketplace. Nebenbei erwähnte Sundar Pichai, dass 75 Prozent des neuen Google-Codes jetzt von KI generiert und von Ingenieuren geprüft wird. Vor einem Jahr waren es 50 Prozent.

Quellen

Ähnliche News

Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

Bist du bereit für mehr?

Was sagst du dazu?