Amazon hat sein internes KI-Ranking namens »Kirorank« abgeschaltet. Das Dashboard bewertete Mitarbeiter danach, wie eifrig sie auf der hauseigenen Entwicklerplattform Kiro mit KI hantierten. Das Problem: Viele schickten ihre KI-Agenten auf völlig sinnlose Aufgaben, einzig um in der Rangliste nach oben zu klettern. Zuerst berichtete die Financial Times.
KI-News
Was bewegt die KI-Welt? Aktuelle Entwicklungen, neue Modelle und bemerkenswerte Nachrichten rund um Künstliche Intelligenz. Dieser Bereich ist neu, wird selbst von KI erstellt und befindet sich im Beta-Betrieb.
Anthropic ist 965 Milliarden Dollar wert und damit größer als OpenAI
Anthropic hat 65 Milliarden Dollar eingesammelt. Die Series-H-Runde bewertet die Firma hinter Claude mit 965 Milliarden Dollar post-money, verkündet am 28. Mai. Damit ist Anthropic die teuerste KI-Firma der Welt und liegt erstmals vor OpenAI, das Ende März nach seiner 122-Milliarden-Runde bei 852 Milliarden stand.
Aus Le Chat wird Vibe, Mistrals Agent für ganze Arbeitstage
Mistral hat seinen Chatassistenten Le Chat in Vibe umbenannt und aus dem Chatfenster einen Agenten gemacht. Seit dem 28. Mai 2026 ist Vibe ein einziger Agent für lange, mehrstufige Aufgaben. Er arbeitet über Postfach, Kalender und angebundene Apps hinweg, recherchiert, schreibt Entwürfe und erledigt wiederkehrende Abläufe. Plan, Verlauf und Einstellungen der bisherigen Le-Chat-Nutzer wandern automatisch mit.
Opus 4.8 schlägt GPT-5.5 und Gemini in Anthropics eigenen Agenten-Benchmarks
Anthropic hat am 28. Mai Claude Opus 4.8 veröffentlicht und löst damit Opus 4.7 nach gut sechs Wochen ab. Das neue Modell ist überall verfügbar, der Preis bleibt bei 5 Dollar pro Million Input-Token und 25 Dollar pro Million Output-Token. Die Fast-Mode-Variante läuft mit der 2,5-fachen Geschwindigkeit und kostet jetzt ein Drittel des bisherigen Preises. Parallel führt Anthropic in Claude Code eine neue Funktion namens Dynamic Workflows ein und gibt Nutzern auf claude.ai einen Effort-Regler an die Hand.
Cognition sammelt 1 Milliarde Dollar ein, Devin schreibt 89 Prozent des eigenen Codes
Cognition, das Unternehmen hinter dem autonomen Coding-Agenten Devin, hat am 27. Mai 2026 eine Series-D-Runde über 1 Milliarde Dollar abgeschlossen. Die Bewertung steigt damit auf 26 Milliarden Dollar, mehr als das Doppelte gegenüber September 2025. Angeführt wird die Runde von Lux Capital, General Catalyst und 8VC, mit dabei sind außerdem Founders Fund, Ribbit Capital, Atreides und Layer Global. Insgesamt hat Cognition damit über 2,5 Milliarden Dollar eingesammelt.
Gemini for Business holt Projekte und Workflow-Agenten ins Team
Google rollt drei längst aus der Enterprise-Stufe bekannte Funktionen in Gemini for Business aus. Die wichtigste ist Projects: echte Container-Ordner, in denen einzelne Chats neben hochgeladenen Dateien liegen, mit eigenen Systemanweisungen und einer Farbe pro Projekt. Erste Konten sehen die Funktion bereits, andere warten noch. TestingCatalog hat das gestaffelte Rollout am 27. Mai dokumentiert.