Elon Musk hat in einem 30-minütigen Video auf X das Design seines ersten Rechenzentrum-Satelliten gezeigt. AI1 soll KI-Rechenlast in der Umlaufbahn abarbeiten, rund 600 Kilometer über der Erde, mit Strom aus Solarpaneelen statt aus dem irdischen Netz. Davon will SpaceX irgendwann eine Million Stück bauen. Das Timing ist kein Zufall, der Auftritt kam drei Tage vor dem Börsengang, der am 11. Juni zu einer Bewertung um 1,75 Billionen Dollar starten soll.
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Claude Fable 5 ist da und fällt bei heiklen Fragen auf Opus 4.8 zurück
Anthropic hat am 9. Juni Claude Fable 5 veröffentlicht, das erste allgemein verfügbare Modell der sogenannten Mythos-Klasse, die das Unternehmen oberhalb seiner Opus-Reihe einordnet. Laut Anthropic ist Fable 5 auf nahezu allen getesteten Benchmarks Spitze, und je länger und komplexer die Aufgabe, desto deutlicher der Abstand zu den eigenen Vorgängermodellen. Parallel erscheint Claude Mythos 5, technisch dasselbe Modell, nur ohne einen Teil der Schutzschichten. Es geht zunächst nur an einen kleinen Kreis von Cyberverteidigern über das Programm Project Glasswing, gemeinsam mit der US-Regierung.
Dein Chatbot kennt 37 Tricks, dich nicht gehen zu lassen
Die Bürgerrechtsorganisation Center for Democracy & Technology hat sich angeschaut, wie ChatGPT, Gemini und Claude gebaut sind, und 37 manipulative Designmuster gefunden. Dark Patterns nennt sich das, also Tricks im Interface, die nicht dir nützen, sondern dem Anbieter. Dazu kommen Begleiter-Apps wie Replika und Character.AI, bei denen es noch dicker kommt. Der Report heißt »Dark Patterns in AI Chatbots: A Taxonomy to Inform Better Design« und stammt von Ruchika Joshi, Adinawa Adjagbodjou und Michal Luria.
OpenAI erklärt den Chat für tot und baut ChatGPT zur Agenten-App um
OpenAI plant den größten Umbau von ChatGPT seit dem Start 2022. »Chat ist tot«, sagte ein leitender Mitarbeiter der Financial Times. Aus dem Chatbot, der brav Fragen beantwortet, soll eine Superapp werden, die Coding-Werkzeuge, KI-Agenten und Partner-Apps wie Canva und Booking bündelt. Das Chatfenster, das OpenAI groß gemacht hat, wird also vom eigenen Hersteller beerdigt.
Apple lässt Siri jetzt von Google denken
Apple hat auf der WWDC-Keynote am 8. Juni verkündet, woran in Cupertino jahrelang gescheitert wurde: eine Siri, die funktioniert. Der Haken ist, dass das Gehirn dahinter nicht von Apple kommt, sondern von Google. Der Konzern lizenziert ein maßgeschneidertes Gemini-Modell mit rund 1,2 Billionen Parametern und zahlt dafür angeblich etwa eine Milliarde Dollar pro Jahr.
Perplexity lässt die KI ihren Suchcode selbst schreiben
Perplexity hat eine neue Sucharchitektur ausgerollt, sie heißt Search as Code. Bisher lief KI-Suche so: Das Modell schickt eine Anfrage an eine feste Such-API, wartet, nimmt das Ergebnis. Damit ist Schluss. Jetzt schreibt das Modell selbst Python-Code, der direkt in Perplexitys Suchstack greift, pro Aufgabe zusammengesetzt aus einzelnen Bausteinen. Verfügbar ist das ab sofort in der Agent API, in Perplexity Computer ist es bereits der Standard.