Tippen lernen mit KI — der Trainer merkt sich, wo du stolperst

Tippen lernen mit KI — der Trainer merkt sich, wo du stolperst

Wer heute 18 ist, hat sein halbes Leben am Smartphone verbracht. Tastatur? Ein Relikt aus dem Büro der Eltern. Dabei trennt die Schreibgeschwindigkeit auf zehn Fingern irgendwann die ernst zu nehmenden Texte von den halbfertigen Messages. Spätestens im Studium, im ersten Job, in jeder längeren E-Mail.

Tippen lernen mit KI ist nichts grundsätzlich Neues. Wer in den 80ern Englisch hatte, erinnert sich womöglich ans Sprachlabor. Eine Stunde pro Woche in einer kleinen Kabine, Kopfhörer auf, eigenes Tempo, individuelles Feedback. Genau so eine Umgebung bräuchte es zum Tippen lernen auch, und genau so eine Umgebung liefert heute jede halbwegs ambitionierte Tipp-Software. Ein Tipplabor am eigenen Laptop.

Jahrzehntelang hieß Tippen lernen: sture Lektionen, dieselben Sätze für alle, Fehlerstatistik am Ende. Adaptive Trainer drehen das um. Sie schauen dir während des Tippens über die Schulter und bauen die Übung neu. In jeder einzelnen Sitzung.

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Reachy Mini, Open Source Roboter, warum lieben ihn alle?

Reachy Mini, Open Source Roboter

Reachy Mini ist 28 Zentimeter klein, sieht ein bisschen aus wie ein Wackelkopf mit Kamera und kostet 299 Dollar. Greifen kann er nichts. Laufen auch nicht. Er dreht den Kopf in alle Richtungen, winkt mit zwei Antennen und wartet auf eine Stimme, an die er sich wenden kann. Ich hätte auch gern einen, leider man muss ihn selbst zusammenbauen.

Wer ihn aufbauen will, hat zwei bis drei Stunden Bastelarbeit vor sich. Wer ihn dann ein paar Tage hat, schreibt eigene Apps. Inzwischen sind aus rund 10.000 ausgelieferten Einheiten über 200 Community-Apps geworden, gebaut von etwa 150 Menschen, die vorher nie eine Zeile Robotik-Code angefasst hatten. Die Frage ist also weniger, was Reachy Mini kann. Sondern was die Leute aus ihm machen, sobald er auf dem Schreibtisch steht.

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Illusion des Wissens – Verstehst du das wirklich oder nur die KI?

Illusion des Wissens – Verstehst du das wirklich oder nur die KI?

Die Illusion des Wissens ist womöglich das größte Problem beim Lernen mit KI. Du liest eine Antwort von ChatGPT, sie klingt schlüssig, du nickst, du scrollst weiter. Fühlt sich an wie Verstehen. Ist es aber nicht. Es ist das Gefühl, etwas verstanden zu haben, ohne den Gedanken selbst gedacht zu haben. Und genau diese Verwechslung wird gerade zum Massenphänomen.

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Sparta – ein Volk, das für den Krieg lebte

Sparta – ein Volk, das für den Krieg lebte

Sparta hatte lange keine Stadtmauer, keine Philosophenschule, kein Theater, das der Rede wert gewesen wäre. Eines allerdings hatte es: die gefürchtetste Armee der antiken Welt.

Während Athen Tempel baute, Dramen aufführte und über die Natur des Guten diskutierte, trainierten spartanische Jungen ab dem siebten Lebensjahr für einen einzigen Zweck. Kämpfen. Überleben. Gehorchen.

Das Ergebnis war eine Gesellschaft, die so konsequent auf Krieg ausgerichtet war, dass sie bis heute fasziniert. Und bis heute missverstanden wird.

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Die Junioren-Falle – Warum KI ausgerechnet den Lehrweg zerstört

Die Junior-Falle – Warum KI ausgerechnet den Lehrweg zerstört

Im Büro fing man früher unten an. Kopierte Akten, sortierte Daten, schrieb erste Entwürfe, die der Chef dann rot anstrich. Man lernte nicht trotz dieser Arbeit, sondern durch sie. Die langweiligen Aufgaben waren der Lehrplan.

Heute erledigt die KI genau diese Aufgaben. Schneller, billiger, ohne Mittagspause. Das klingt nach Fortschritt. Aber es hat einen Preis, den gerade niemand auf der Rechnung hat: Die unterste Sprosse der Karriereleiter wurde nicht abgesägt. Sie wurde automatisiert, weil menschliche Zuarbeit ökonomisch nicht mehr konkurrenzfähig ist.

Betroffen sind nicht die Handwerker, nicht die Pflegerinnen, nicht die Leute auf dem Bau. Es trifft die Wissensarbeiter am Anfang: Volontäre, Praktikanten, Junior-Berater, frische Absolventinnen in Kanzleien und Agenturen. Alle, die bisher durch Zuarbeit ins Fach hineingewachsen sind. Genau diese Zuarbeit übernimmt jetzt die Maschine.

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59 Begriffe der Bildungssprache, die ein Oberstufenschüler kennen sollte

59 Begriffe der Bildungssprache, die ein Oberstufenschüler kennen sollte

Bildungssprache in der Oberstufe ist kein Schmuck, sondern Handwerkszeug. Wer eine Erörterung schreiben will, eine Textanalyse abliefern soll oder mündlich argumentieren muss, braucht Wörter, die mehr können als die Alltagssprache. Nicht um anzugeben. Sondern um präzise zu sagen, was man meint.

Hier sind 59 ausgesuchte Begriffe, die in Klausuren, Präsentationen und Seminararbeiten immer wieder auftauchen.

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