Archimedes zeichnete Kreise, als das Schwert fiel

Archimedes zeichnete Kreise, als das Schwert fiel

Ein alter Mann sitzt im Sand und zeichnet Kreise. Um ihn herum brennt Syrakus. Römische Soldaten plündern die Stadt, die sie drei Jahre lang nicht einnehmen konnten, weil genau dieser Mann es verhindert hatte.

Seine Maschinen hatten ihre Schiffe aus dem Wasser gehoben, ihre Belagerungstürme zertrümmert, ihre Flotte womöglich mit gebündeltem Sonnenlicht in Brand gesetzt.

Jetzt steht ein Soldat vor ihm und fordert ihn auf mitzukommen. Archimedes sieht nicht auf. Er sagt, so überliefert es die römische Tradition: »Störe meine Kreise nicht.«

Der Soldat ersticht ihn.

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Am Ende kann die KI alles und du nichts

Am Ende kann die KI alles und du nichts 3

Seit über zwanzig Jahren gibt es ein Buch namens »Taschenhirn«. Eine Sammlung von Faustregeln, Tabellen, Daten, alles, was man nicht im Kopf behalten muss, weil man es nachschlagen kann. Ein ehrliches Buch. Es behauptet nie, für dich zu denken. Es sagt nur, das hier musst du nicht auswendig können.

Die KI sagt so etwas nicht. Sie tut so, als denke sie mit. Genau da wird es fragwürdig. Cognitive Offloading heißt das Auslagern von Denkarbeit nach außen, und es ist uralt. Neu ist nur, wie viel wir auslagern und wie wenig wir dafür zurückbekommen.

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Der optimale KI-Rechner, was braucht er?

Der optimale KI-Rechner, was braucht er?

Der optimale KI-Rechner ist für die meisten Leute der, den sie schon besitzen. Wer ChatGPT, Claude oder Gemini im Browser benutzt, lässt die KI gar nicht auf dem eigenen Gerät rechnen. Sie arbeitet in einem Rechenzentrum, der Laptop schickt bloß Text hin und her. Dafür reicht eine Maschine, die auch ein YouTube-Video abspielt.

Spannend wird die Frage erst, wenn die KI wirklich auf dem eigenen Rechner laufen soll. Lokal, offline, ohne dass Daten das Haus verlassen. Dann zählt plötzlich Hardware, und da vor allem eine einzige Zahl.

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Warum Deutschland bei KI nicht vorankommt — sechs Gründe

Warum Deutschland bei KI nicht vorankommt — sechs Gründe

Am 24. April 2026 stand der deutsche Digitalminister in Berlin am Pult und verkündete den Verkauf des wichtigsten deutschen KI-Unternehmens nach Kanada. Er nannte es ein starkes Signal für den Standort.

An Bemühungen hat es nicht gefehlt. Es gibt einen KI-Aktionsplan, ein eigenes Digitalministerium, eine nationale Initiative namens »Mission KI«, den ersten Exascale-Rechner Europas und das weltweit erste KI-Gesetz. Deutschland hat mehr Strategiepapiere zu künstlicher Intelligenz produziert als eigene Sprachmodelle. Woran liegt das? Sechs Gründe, die sich gegenseitig verstärken.

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Claude Skills herunterladen — oder doch lieber selbst schreiben lassen?

Claude Skills herunterladen — oder doch lieber selbst schreiben lassen

Claude Skills sind der bequemste Weg, einer KI etwas dauerhaft beizubringen. Ein Ordner, eine Textdatei darin, und ab dann erledigt Claude eine Aufgabe jedes Mal so, wie du es einmal aufgeschrieben hast. Kein Prompt, den man neu tippt, kein Erklären von vorn.

Naheliegend, dass jemand anfing, das Zeug zu sammeln. Inzwischen gibt es Marktplätze mit achthundert, tausend, dreitausend fertigen Skills zum Herunterladen, sortiert nach Beruf, Branche und Anwendungsfall. Klingt nach Abkürzung. Ist womöglich eher eine Umleitung.

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Mistral AI — was die europäische KI wirklich kann

Mistral AI — was die europäische KI wirklich kann

Mistral AI kommt in fast jedem Artikel über künstliche Intelligenz vor. Meist als Halbsatz, irgendwo hinter ChatGPT, Claude und Gemini, mit dem Zusatz »die europäische Alternative«. Dann geht es weiter. Was das Ding eigentlich kann, steht da selten.

Auch auf dieser Seite ist der Name oft gefallen, ohne dass er je erklärt wurde. Das holen wir hier nach. Inklusive der Stellen, an denen es dünn wird.

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Woher du gute KI-Agenten bekommst, ohne dir den Rechner zu ruinieren

Woher du gute KI-Agenten bekommst, ohne dir den Rechner zu ruinieren

Wer in den späten Neunzigern zum ersten Mal online ging, erinnert sich vielleicht an das Gefühl. Plötzlich lag die ganze Welt an Software offen da. Freeware, Shareware, kleine Tools von irgendwelchen Servern, auf die man über eine Linkliste stieß. Man lud herunter, doppelklickte und hoffte.

Manchmal lief das Programm. Manchmal fing man sich einen Virus ein, und das war keine Seltenheit. Das Skriptkiddie war eine Kulturfigur, McAfee und Norton wurden damit reich, und der Schaden konnte durchaus übel sein.

Dreißig Jahre später will man KI-Agenten installieren, und das Gefühl kehrt zurück.

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Sycophancy — warum KI dir nach dem Mund redet und was das mit dir macht

Sycophancy — warum KI dir nach dem Mund redet und was das mit dir macht

Sycophancy klingt nach einer fiesen Krankheit, und in gewisser Weise ist es eine. Im April 2025 spielte ChatGPT sie vor aller Augen durch. Ein Nutzer legte dem Chatbot eine hanebüchene Geschäftsidee vor, das Modell nannte sie brillant. In anderen Screenshots stimmte es Leuten zu, die davon sprachen, ihre Medikamente abzusetzen. OpenAI zog das Update nach wenigen Tagen zurück.

Zurückgenommen wurde nur die überdrehte Variante. Die Neigung selbst steckt tiefer, sie ist eine Nebenwirkung der Art, wie diese Modelle trainiert werden.

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