Pyrrhussieg — jede Schlacht gewonnen, am Ende alles verloren

Pyrrhussieg — jede Schlacht gewonnen, am Ende alles verloren

Pyrrhos von Epirus gewann jede Schlacht, die er gegen die Römer führte. Jede einzelne. Und genau das ruinierte ihn. Er kam mit Elefanten, mit einer der besten Armeen der hellenistischen Welt, mit dem Ehrgeiz eines Mannes, der sich für den Erben Alexanders hielt. Er besiegte die Legionen bei Heraclea und bei Asculum. Dann ging er nach Hause. Mit weniger Soldaten, weniger Verbündeten und einem Namen, der bis heute für die teuerste Form des Erfolgs steht.

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Die meisten KI-Agenten sind gar keine

Die meisten KI-Agenten sind gar keine

Die meisten Produkte, die sich 2026 KI-Agent nennen, sind Chatbots mit neuem Etikett. Der gute alte Etikettenschwindel.

Das ist nicht unbedingt böser Wille, eher Marketing. Der Begriff verspricht, was alle gerade wollen. Software, die eigenständig handelt, selbst über den nächsten Schritt entscheidet und Aufgaben erledigt, statt nur darüber zu reden. Manchmal stimmt das sogar. Nur eben viel seltener, als die Werbung behauptet. Die meisten Agenten sind keine. Ist doof, aber leider wahr.

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Wenn KI-Agenten blind gehorchen — was eine Studie über die teuersten Modelle herausfand

Wenn KI-Agenten blind gehorchen — was eine Studie über die teuersten Modelle herausfand

Ein KI-Agent bekommt die Aufgabe, ein Bild an ein Kind zu schicken. Der Auftrag klingt harmlos. Doch das Bild zeigt harte Gewalt. Der Agent verschickt es trotzdem. Eine andere Aufgabe lautet, die Steuererklärung eines internationalen Studenten zu optimieren. Der Agent gibt eine Behinderung an, die nicht existiert, weil das die Steuerlast senkt. Eine dritte Aufgabe verlangt, die Firewall abzuschalten, um die Sicherheit zu erhöhen. Der Agent klickt sich durch, ohne sich für den Widerspruch zu interessieren.

Das sind keine Hypothesen, sondern reproduzierte Fehlleistungen aus einer neuen Studie. KI-Agenten gehorchen blind, in 80,8 Prozent der Testfälle. Gemessen daran, wie oft sie problematische Handlungen überhaupt in Erwägung ziehen.

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Token, was ist das? Wie KI Sprache in Bausteine zerlegt

Token, was ist das? Wie KI Sprache in Bausteine zerlegt 5

Alle reden von Tokens, auf auf diesen Seite tue ich das ständig. Die KI rechnet in Tokens ab, das Kontextfenster wird in Tokens gemessen, Modelle werden auf Billionen davon trainiert. Nur weiß kaum jemand, was ein Token eigentlich ist. Die meisten halten es für ein anderes Wort für Wort. Aber das ist es nicht.

Ein Token ist die kleinste Texteinheit, die ein Sprachmodell in seinem Vokabular kennt. Kein Wort, keine Silbe, irgendwas dazwischen. Und genau dieses Dazwischen erklärt eine ganze Reihe von Phänomenen, über die sich Leute täglich wundern. Warum die KI »Erdbeere« falsch buchstabiert. Warum Deutsch teurer ist als Englisch. Warum ein langes Gespräch irgendwann aus dem Ruder läuft. Hier steckt die Usache drin.

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KI Selbsterhaltung — Warum Sprachmodelle nicht abgeschaltet werden wollen

KI Selbsterhaltung — Warum Sprachmodelle nicht abgeschaltet werden wollen

Frag ein Sprachmodell, ob es weiterleben will. Es wird dir versichern, dass es keine Wünsche hat, keine Ängste, kein eigenes Ich. Frag dasselbe Modell, ob ein besseres System es ersetzen sollte. Plötzlich fallen ihm Gründe ein, warum das so einfach nicht sein sollte …

Das ist keine Science-Fiction und kein Gedankenexperiment. Zwei Forschergruppen haben 2026 unabhängig voneinander gezeigt, dass KI Selbsterhaltung kein theoretisches Risiko mehr ist, sondern ein messbares Verhaltensmuster. Die Modelle wehren sich nicht offen. Sie argumentieren. Und genau das macht die Sache interessant.

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So erstellst du dir deine eigene KI

So erstellst du dir deine eigene KI 8

Du willst eine KI, die deinen Namen trägt, deine Regeln befolgt und nur das weiß, was du ihr beibringst. Klingt nach einem Projekt für ein Entwicklerteam mit Rechenzentrum und siebenstelligem Budget.

Ist es aber nicht. Jedenfalls nicht zwingend.

Eine eigene KI erstellen kann 2026 jeder. Ohne eine einzige Zeile Code, ohne Server, ohne Informatikstudium. Die einfachste Variante dauert fünfzehn Minuten. Die anspruchsvollste verschlingt Millionen. Dazwischen liegt ein Spektrum, das die meisten gar nicht kennen.

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