Hintergrund, Einordnung, Kontroversen. Was KI mit Sprache, Gesellschaft und Bildung macht – und was sie besser lassen sollte. Die großen Fragen, ohne einfache Antworten.
Je länger das Gespräch mit einer KI dauert, desto schlechter werden die Antworten. Das ist nicht nur ein Gefühl, es ist tatsächlich real und messbar.
Die erste Antwort sitzt meistens. Die zweite auch noch. Aber nach sechs, acht, zehn Nachrichten schleichen sich Widersprüche ein. Details stimmen nicht mehr überein. Die KI wiederholt sich, ignoriert Korrekturen, hält an Behauptungen fest, die längst widerlegt sind.
Future Skills, also Fähigkeiten für die Zukunft, sind ein großes Thema. Du sitzt in der Vorlesung und fragst dich, warum du das lernst, wenn ChatGPT es in drei Sekunden ausspuckt. Du schreibst eine Hausarbeit und überlegst, ob das in fünf Jahren noch jemanden interessiert. Du hörst von Leuten, die ihren Job verloren haben, weil eine KI ihre Arbeit jetzt erledigt.
Die Frage ist berechtigt. Und die ehrliche Antwort fällt nüchtern aus. Vieles von dem, was du gerade lernst, wird sich ändern. Aber nicht alles wird überflüssig. Einige Fähigkeiten werden gerade jetzt wertvoller als je zuvor. Nicht weil ein Unternehmensberater das auf einer Konferenz sagt, sondern weil Maschinen sie schlicht nicht draufhaben.
Hier sind 13 davon. Keine Buzzwords, keine Folienpräsentation. Sondern Dinge, die dir tatsächlich helfen, egal ob der Arbeitsmarkt in zehn Jahren noch so heißt oder ob wir dann ganz anders leben und arbeiten.
Reich mit KI, wer das heute googelt, findet Versprechen wie am Fließband. Passive Einkommen, automatisierte Geschäftsmodelle, der Laptop am Strand. Das kommt einem bekannt vor. Reich mit Bitcoin, reich mit NFTs, reich mit Social Media, reich mit Websites, reich mit dem eigenen PC. Das Versprechen ist jedes Mal dasselbe, nur die Technologie wechselt. Und jedes Mal bleiben am Ende vor allem die reich, die anderen erzählt haben, wie es geht.
Bei KI ist das nicht grundsätzlich anders. Aber die Realität dahinter ist interessanter als der Hype. Und nützlicher.
Wozu noch lernen, wenn KI Texte schreibt, Matheaufgaben löst, programmiert, diagnostiziert, Babys macht (ich übertreibe) und Verträge analysiert? Sie wird jeden Monat besser. Da liegt die Frage nahe: Warum sich noch durch Bücher, Kurse und Vorlesungen quälen, wenn eine Maschine das meiste schneller und oft auch besser erledigt?
Tja, die kurze Antwort lautet wohl: Gerade deshalb. Nur verschiebt sich massiv, was sich zu lernen lohnt. Und warum.
Dass KI kopiert, was sie im Internet findet, zählt zu den hartnäckigsten Vorurteilen rund um KI-Systeme. Manche heben die Cyberklugheiten in den Himmel, während andere sie eher abschätzig behandeln.
Eine der häufigsten Vorstellungen ist, dass KI nur zitieren kann und letztlich nur das wiedergibt, was sie zuvor irgendwo im WWW aufgeschnappt hat. Womöglich sei das nicht einmal erlaubt, weil es ja ein anderer geschrieben hat. Aber stimmt das überhaupt?
KI Nachteile gibt es reichlich. Machen wir uns nichts vor, trotz des Hypes und blendender Zukunftsaussichten hat künstliche Intelligenz ziemlich viele Schattenseiten. Und nicht einmal wenige. Werfen wir einen kritischen Blick darauf.
Ich finde KI toll; jeden Tag nutze ich sie und begeistere mich immer wieder daran. Aber wo wird das enden? Was wird die Zukunft uns bringen? Ich fürchte, nichts Gutes.
Es folgt ein Rant, einseitig, aber auch nötig. Ich möchte hier keinesfalls immer nur den bonbonsüßen Himmel auf Erden einer paradiesischen KI-Zukunft darstellen.