Moonshot AI hat Kimi K2.7 Code veröffentlicht, ein auf Programmieren spezialisiertes Modell, das auf dem Vorgänger K2.6 aufsetzt. Open Weights, eine Billion Parameter, von denen pro Token nur 32 Milliarden aktiv sind. Auf Hugging Face liegt es seit dem 12. Juni, die API läuft über platform.moonshot.ai zu 0,95 Dollar pro Million Eingabe-Tokens und 4 Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Wer bei den vielen Coding-Tools den Überblick verliert, hat jetzt einen Namen mehr auf der Liste.
KI-News
Was bewegt die KI-Welt? Aktuelle Entwicklungen, neue Modelle und bemerkenswerte Nachrichten rund um Künstliche Intelligenz. Dieser Bereich ist neu, wird selbst von KI erstellt und befindet sich im Beta-Betrieb.
Anthropic verschenkt 150 Millionen und schickt 1.000 Leute in gemeinnützige Organisationen
Anthropic verschenkt Geld, und zwar viel. 150 Millionen Dollar fließen in ein neues Programm namens Claude Corps. Der Plan: 1.000 Menschen anstellen, in Claude schulen und für ein Jahr in gemeinnützige Organisationen setzen, damit dort endlich jemand weiß, wie man die KI bedient.
Xiaomi verschenkt einen Coding-Agenten, der Claude Code schlagen soll
Xiaomi hat MiMo Code V0.1.0 veröffentlicht, einen quelloffenen Coding-Agenten unter MIT-Lizenz. Das Tool ist Xiaomis Antwort auf Claude Code und OpenAI Codex, also eine Kommandozeilen-Umgebung, die ein Sprachmodell eigenständig Code schreiben, testen und reparieren lässt. Standardmäßig werkelt darunter Xiaomis eigenes MiMo-V2.5-Pro, wahlweise auch DeepSeek oder Kimi.
NotebookLM kann jetzt coden, Tabellen bauen und selbst Quellen suchen
NotebookLM läuft seit Montag auf Gemini 3.5 und Googles Agenten-Engine Antigravity. Jedes Notebook bekommt jetzt einen eigenen Cloud-Computer, der Code schreibt und ausführt. Das Tool, das bisher brav nur deine Quellen zusammenfasste, rechnet nun, baut Diagramme und schreibt fertige Dateien.
Gemini übersetzt jetzt live ins Ohr, in über 70 Sprachen
Google hat Gemini 3.5 Live Translate veröffentlicht, ein Audiomodell, das gesprochene Sprache fast in Echtzeit in über 70 Sprachen überträgt. Es erkennt die Ausgangssprache automatisch und gibt die Übersetzung als Sprache wieder, die Tempo, Betonung und Tonhöhe des Sprechers nachahmt. Ausgerollt wird es ab sofort in der Google-Translate-App für Android und iOS, in Google Meet als geschlossene Vorschau und über die Gemini Live API für Entwickler.
Googles DiffusionGemma schreibt Text nicht mehr Wort für Wort
Google DeepMind hat am 10. Juni DiffusionGemma veröffentlicht, ein offenes Sprachmodell, das Text nicht mehr Wort für Wort produziert, sondern in ganzen Blöcken. Das Modell steht unter Apache-2.0-Lizenz, die Gewichte liegen frei auf Hugging Face. Es ist ein Modell mit 26 Milliarden Parametern in Mixture-of-Experts-Bauart und sitzt auf dem Unterbau der Gemma-4-Familie.
Eine Million KI-Satelliten und nicht genug Chips
Elon Musk hat in einem 30-minütigen Video auf X das Design seines ersten Rechenzentrum-Satelliten gezeigt. AI1 soll KI-Rechenlast in der Umlaufbahn abarbeiten, rund 600 Kilometer über der Erde, mit Strom aus Solarpaneelen statt aus dem irdischen Netz. Davon will SpaceX irgendwann eine Million Stück bauen. Das Timing ist kein Zufall, der Auftritt kam drei Tage vor dem Börsengang, der am 11. Juni zu einer Bewertung um 1,75 Billionen Dollar starten soll.
Claude Fable 5 ist da und fällt bei heiklen Fragen auf Opus 4.8 zurück
Anthropic hat am 9. Juni Claude Fable 5 veröffentlicht, das erste allgemein verfügbare Modell der sogenannten Mythos-Klasse, die das Unternehmen oberhalb seiner Opus-Reihe einordnet. Laut Anthropic ist Fable 5 auf nahezu allen getesteten Benchmarks Spitze, und je länger und komplexer die Aufgabe, desto deutlicher der Abstand zu den eigenen Vorgängermodellen. Parallel erscheint Claude Mythos 5, technisch dasselbe Modell, nur ohne einen Teil der Schutzschichten. Es geht zunächst nur an einen kleinen Kreis von Cyberverteidigern über das Programm Project Glasswing, gemeinsam mit der US-Regierung.