Microsoft hat am 26. Mai die sogenannten Computer-Using Agents in Copilot Studio allgemein verfügbar gemacht. Diese Agenten bedienen Websites und Desktop-Programme direkt über die Bedienoberfläche. Sie klicken, füllen Formulare aus und lesen Bildschirminhalte, auch bei alten Systemen, die gar keine Programmierschnittstelle besitzen. Damit zielt Microsoft genau auf die Lücke, an der klassische Automatisierung bisher scheitert.
KI-News
Was bewegt die KI-Welt? Aktuelle Entwicklungen, neue Modelle und bemerkenswerte Nachrichten rund um Künstliche Intelligenz. Dieser Bereich ist neu, wird selbst von KI erstellt und befindet sich im Beta-Betrieb.
Nutzer fliehen vor Googles KI-Suche zu DuckDuckGo
Google hat auf der Entwicklerkonferenz I/O 2026 die klassische Trefferliste abgeschafft und durch einen KI-Agenten ersetzt, der Fragen direkt beantwortet, Aufgaben ausführt und im Hintergrund Anfragen überwacht. Viele Nutzer reagieren mit den Füßen. DuckDuckGo meldet seit dem Umbau einen spürbaren Zulauf.
OpenAI Codex steuert jetzt deinen Mac, auch wenn er gesperrt ist
OpenAI hat seinem Coding-Agenten Codex eine Fähigkeit gegeben, die bisher kein anderer Desktop-Agent hatte. Codex kann Apps auf einem Mac bedienen, auch wenn der Bildschirm gesperrt ist. Die Funktion, von OpenAI Locked Use genannt, wurde diese Woche ausgerollt. Nutzer schicken einen Auftrag vom Handy, und der Agent arbeitet im Hintergrund weiter, selbst wenn der Rechner gesperrt auf dem Schreibtisch steht.
Eine KI entwirft Halbleiter, die in keiner Datenbank stehen
Forscher der Flinders University in Australien und der Khalifa University in den Emiraten haben ein KI-System gebaut, das neue Halbleitermaterialien auf Gallium-Basis vorschlägt. Die Studie erschien in ACS Materials Letters, der Fachzeitschrift der American Chemical Society. Das System lieferte mehrere Materialzusammensetzungen, die in keiner bestehenden Datenbank stehen.
Gemini wird zum Kreativstudio, aber nur Canva ist startklar
Innerhalb von vier Tagen nach der Google I/O 2026 haben sich drei der größten Namen für kreative Software an Gemini gebunden. Canva ist seit dem 19. Mai in der App, Adobe folgte am 20. Mai, CapCut am 21. Mai. Alle drei lassen sich künftig direkt aus dem Chatfenster heraus aufrufen, ohne die Anwendung zu wechseln.
Claude Mythos findet 10.000 kritische Sicherheitslücken, Patchen wird zum Engpass
Anthropic hat eine erste Bilanz zu Project Glasswing gezogen, dem Programm zur Absicherung besonders kritischer Software. Seit dem Start vor einem Monat haben das Unternehmen und rund 50 Partner mit dem Modell Claude Mythos Preview mehr als 10.000 hoch oder kritisch eingestufte Sicherheitslücken gefunden. Betroffen sind Bausteine, auf denen weite Teile des Internets laufen: Cloud-Plattformen, Browser, Unternehmenssoftware und Open-Source-Projekte.
OpenAI bereitet Börsengang von bis zu einer Billion Dollar vor
OpenAI hat am 22. Mai 2026 vertrauliche Unterlagen für einen Börsengang bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Mehrere Medien berichten übereinstimmend, dass der ChatGPT-Konzern damit den Weg für ein Listing vorbereitet, das schon im September stattfinden könnte. Die letzte private Finanzierungsrunde bewertete das Unternehmen mit 852 Milliarden Dollar. Beim Börsengang könnte die Bewertung auf eine Billion Dollar steigen.
KI löst 80 Jahre altes Mathe-Problem zum ersten Mal allein
OpenAI meldet, ein neues Allzweck-Reasoning-Modell habe eigenständig einen mathematischen Beweis erzeugt und damit eine Vermutung widerlegt, die der Mathematiker Paul Erdős 1946 aufgestellt hatte. Es geht um das sogenannte Unit-Distance-Problem, also die Frage, wie viele Punktpaare auf einer Ebene exakt eine Einheit voneinander entfernt liegen können. Fast 80 Jahre lang galt die Annahme, die besten Anordnungen sähen ungefähr aus wie ein quadratisches Gitter. Genau das stimmt nun nicht mehr.