Claude Opus 4.7 löst Aufgaben, an denen der Vorgänger scheiterte

KI-News: Claude Opus 4.7

Anthropic hat heute Claude Opus 4.7 veröffentlicht. Das neue Modell ersetzt Opus 4.6 als stärkstes allgemein zugängliches Modell des Unternehmens und soll spürbare Verbesserungen bringen. So etwa bei Programmieraufgaben, Bildverarbeitung und der Fähigkeit, komplexe Aufgaben über längere Zeiträume konsistent durchzuführen. Der Preis bleibt unverändert bei fünf Dollar pro Million Input-Token und 25 Dollar pro Million Output-Token.

Beim Bildverständnis hat Opus 4.7 den größten Sprung gemacht. Das Modell verarbeitet Bilder mit bis zu 2.576 Pixeln an der längeren Kante, das entspricht rund 3,75 Megapixeln und damit mehr als dreimal so viel wie bisher. Für Nutzer bedeutet das: Screenshots, technische Diagramme, handschriftliche Notizen oder Buchseiten lassen sich ohne sichtbaren Qualitätsverlust auslesen. Der CTO des Patent-Werkzeugs Solve Intelligence berichtet, dass sich chemische Strukturen und technische Zeichnungen jetzt zuverlässig interpretieren lassen, was bei Opus 4.6 noch nicht funktionierte.

Anthropic selbst bezeichnet Opus 4.7 als präziser in der Befolgung von Anweisungen und weist darauf hin, dass bestehende Prompts womöglich angepasst werden müssen, weil das Modell Vorgaben wörtlicher nimmt als sein Vorgänger. Ob das in der Praxis tatsächlich stört oder hilft, wird sich zeigen. Ein neuer Modus namens »xhigh« liegt zwischen »high« und »max«, für Nutzer, denen der höchste Rechenaufwand zu teuer oder zu langsam ist. Der Tokenizer wurde ebenfalls überarbeitet und verbraucht je nach Inhalt zwischen einem und 1,35-fachen an Token, was bei langen Texten auf die Rechnung durchschlägt. Wer viel mit Claude arbeitet, findet die Modellübersicht zur Einordnung hilfreich.

Opus 4.7 bleibt hinter Claude Mythos zurück, dem Modell, das Anthropic nur ausgewählten Cybersicherheitsfirmen zur Verfügung stellt. In der Begründung zur Veröffentlichung schreibt das Unternehmen, man habe während des Trainings gezielt Sicherheitsschranken eingebaut, die verdächtige Anfragen automatisch blockieren. Was aus dem realen Einsatz dieser Schranken gelernt werde, solle langfristig die Grundlage für eine breitere Freigabe der leistungsfähigeren Mythos-Modelle werden. Verfügbar ist Opus 4.7 ab sofort über alle Claude-Produkte, die API, Amazon Bedrock, Poe, Google Vertex AI und Microsoft Foundry.

Quellen

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Diese Meldung wurde mit Unterstützung von Claude (Anthropic) recherchiert und verfasst. Inhaltliche Fehler sind möglich. Die verlinkten Quellen ermöglichen eine eigene Prüfung. Fachbegriffe erläutert das Glossar.

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